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Afghanistan : Im Krieg

Die radikal-islamischen Taliban hatten vor wenigen Tagen den Beginn ihrer Frühjahrsoffensive verkündet. Bild: dpa

Der erste Gefallene der Bundeswehr seit fast zwei Jahren führt vor Augen, dass die deutschen Streitkräfte am Hindukusch weiterhin in einem Krieg stehen. Daran ändert auch der angekündigte Abzug nichts.

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          Der beklagenswerte Tod eines deutschen Elite-Soldaten in Afghanistan ist kein „schwerer Rückschlag für unseren Einsatz“, wie Außenminister Westerwelle meint.

          Der erste Gefallene der Bundeswehr seit fast zwei Jahren führt aber wieder vor Augen, dass die deutschen Streitkräfte am Hindukusch weiterhin in einem Krieg stehen, der schon mehr als zehn Jahre dauert.

          Die Ankündigung eines Abzugstermins hat nichts daran geändert, dass in Afghanistan gekämpft wird. Und auch der Abzug selbst wird nicht allein eine befriedende Wirkung haben.

          Wenn Deutschland die demokratisch beschlossene Strategie für richtig hält, dann muss dieser Weg jetzt auch weiter gegangen werden. Soldaten des Kommandos Spezialkräfte, die jetzt ihren ersten Gefallenen in Afghanistan zu beklagen haben, waren die ersten in Afghanistan - und sie werden wohl auch die letzten sein.

          Im Triumph werden sie nicht abziehen, aber die deutschen Soldaten waren hier ohnehin nie Eroberer. Der KSK-Mann ist erschossen worden, als er die Schäden nach einem Luftschlag begutachtete.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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