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Afghanistan : CIA: Bin Ladin mehrmals verletzt

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Ein bis zwei Mal wurde Terroristenchef Usama bin Ladin bei Militäraktionen verletzt, sagt der amerikanische Geheimdienst CIA.

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          Der international gesuchte Terroristenchef Usama bin Ladin ist nach Meinung des amerikanischen Geheimdienstes bei Militär-Aktionen in Afghanistan ein bis zwei Mal verletzt worden. Jüngste Erkenntnisse des CIA deuteten darauf hin, dass sich Bin Ladin entweder in Ost-Afghanistan oder in Grenznähe auf pakistanischer Seite versteckt hat. Er entferne sich nie sehr weit von seinem Stellvertreter, dem Ägypter Eiman el Sawahiri.

          Mitglieder des Bin Ladin-Terrornetzwerks Al Qaida versuchen nach Angaben des CIA, Attentäter für neue Anschläge zu gewinnen. Al Qaida bleibe weltweit eine große Gefahr, warnte CIA-Direktor George Tenet. In den vergangenen Wochen soll es verstärkte Finanzaktivitäten und Kommunikation innerhalb der Organisation gegeben haben. Das deute auf Pläne für neue Attacken hin. Seit dem 11. September sind laut Tenet in 70 Ländern rund 1300 Personen mit mutmaßlichen Verbindungen zur Al Qaida festgenommen worden. Ungefähr die Hälfte befinde sich weiter in Haft.

          Amerikanische Militärbasis angegriffen

          Bei der Stadt Chost im Osten Afghanistan wurden in der Nacht zum Mittwoch zwei amerikansiche Militärbasen von Taliban- und Al-Qaida-Kämpfern mit Granaten und Maschinengewehren angegriffen. Drei afghanische Verbündete der Vereinigten Staaten seien dabei ums Leben gekommen, meldete die afghanische Nachrichtenagentur AIP. Der Angriff auf das Militärlager erfolgte zwei Tage nach Ende der Operation „Anaconda“ in der Provinz Paktia.

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          Die Multinationale Brigade umfasst die in der Hauptstadt stationierten und eingesetzten Truppen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Dänemark. Die Nachfolge Großbritanniens als gesamtverantwortliche Nation für die Schutztruppe lehnt die Bundesregierung allerdings ab.

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