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Affäre um Kinderbilder : Edathy scheitert mit Beschwerden gegen Hausdurchsuchungen

  • Aktualisiert am

Sebastian Edathy Bild: dpa

Die Hausdurchsuchungen und der Anfangsverdacht gegen den früheren SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy waren rechtens. Das entschied das Landgericht Hannover. Unterdessen tauchte ein neuer Zeuge auf.

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          Die Hausdurchsuchungen bei dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy waren zulässig. Das Landgericht Hannover verwarf die Beschwerden Edathys gegen die Durchsuchungen und bestätigte einen Anfangsverdacht in dem Fall. Das sagte ein Gerichtssprecher der Zeitung „Bild am Sonntag“. Demnach erging der Beschluss bereits am vergangenen Dienstag.

          Gegen Edathy wird wegen des Verdachts auf Erwerb und Besitz von Kinderpornografie ermittelt. Er hat eingestanden, Nacktaufnahmen von Kindern und Jugendlichen gekauft zu haben, was aus seiner Sicht aber nicht strafbar ist. Den Vorwurf des Besitzes von Kinderpornografie weist Edathy von sich.

          Ein weiterer Zeuge meldet sich

          Inzwischen hat sich nach Informationen des Magazins „Focus“ ein weiterer Zeuge bei der Staatsanwaltschaft Hannover gemeldet. Der IT-Fachmann, der im Auftrag einer externen Firma für den Bundestag gearbeitet hatte, habe angegeben, bereits im ersten Quartal 2004 Nacktbilder von Jungen auf dem Bundestagsrechner von Edathy gefunden zu haben, berichtet das Magazin. Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover und des Landgerichts Hannover waren am Sonntag nicht zu erreichen.

          Der Fall Edathy hatte im Februar die erste große Krise in der schwarz-roten Koalition ausgelöst. Bekannt wurde der Innenpolitiker als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses.

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