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Schweizer Spende für AfD : Verfahren gegen Weidel eingestellt

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Die AfD-Spitzenkandidatin und Fraktionsvorsitzende Alice Weidel am 11. September Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft sieht keinen hinreichenden Tatverdacht darauf, dass die AfD-Fraktionsvorsitzende gegen das Parteiengesetz verstoßen hat. Ermittelt worden war wegen einer Spende aus der Schweiz.

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          Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat das Strafverfahren gegen die AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Alice Weidel und drei weitere AfD-Politiker wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Parteiengesetz eingestellt. Es bestehe kein hinreichender Tatverdacht, teilte die Behörde am Montag mit. Ermittelt worden war wegen einer Spende aus der Schweiz an den AfD-Verband in Weidels baden-württembergischem Wahlkreis kurz vor der Bundestagswahl 2017.

          Ein Schweizer Unternehmen hatte damals 132.000 Euro in kleinen Tranchen an den AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen. Parteispenden aus Nicht-EU-Staaten von mehr als tausend Euro sind illegal. Der Kreisverband hatte das Geld zurückgezahlt, allerdings erst Monate nach dem Eingang auf das Konto. Die Staatsanwaltschaft ermittelte seit drei Jahren.

          Nach dem Parteiengesetz sei der Empfänger einer Spende mit Strafe bedroht, wenn er zu Verschleierungszwecken eine Spende in Teilbeträge zerlege, führte sie am Montag aus. Eine Strafbarkeit der Beschuldigten käme hier also nur in Betracht, wenn sie bei der Spendenstückelung mit dem Unternehmen zusammengearbeitet hätten. Dafür gebe es jedoch keine hinreichenden Verdachtsmomente.

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