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AfD mobilisiert : Tausende Asylgegner demonstrieren in Erfurt

  • Aktualisiert am

Demonstranten am Mittwoch auf dem Dompülatz in Erfurt. Bild: dpa

Wieder gehen in Erfurt über 4.000 Asylkritiker auf die Straße. Und abermals wirft AfD-Hauptredner Björn Höcke der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise politischen Amoklauf vor.

          Die Thüringer AfD hat am Mittwochabend in Erfurt abermals mehrere Tausend Teilnehmer zu einer asylkritischen Kundgebung auf dem Domplatz mobilisiert. Die Polizei sprach bei der nunmehr sechsten Demonstration von 4.200 Menschen und damit von einer ähnlich großen Beteiligung wie vor einer Woche mit 4.000 Teilnehmern. Die Zahl der Gegendemonstranten wurde mit etwa 2.000 angegeben und war damit etwas geringer als in der Vorwoche.

          Wie schon vor einer Woche blieb während der Kundgebung die Beleuchtung des Domberges abgeschaltet. Damit wollte das katholische Bistum verhindern, dass der angestrahlte Dom und die benachbarte Severikirche als „prächtige Kulisse“ für die asylkritische Veranstaltung der AfD herhalten müssen. Vor Beginn der Kundgebung trafen sich zahlreiche Menschen zu einem ökumenischen Friedensgebet in der katholischen Lorenzkirche am Anger und zogen anschließend mit leuchtenden Kerzen durch das Stadtzentrum.

          Unterstützt wurde diese symbolische Aktion für Mitmenschlichkeit vom Geläut mehrerer Innenstadtkirchen. Die im Thüringer Landtag vertretene AfD demonstriert seit Mitte September in der Erfurter Innenstadt gegen „Asylchaos“ und „Politikversagen“. Die Redebeiträge galten abermals der massiven Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik und wurden wiederholt unterbrochen von Buh-Rufen und Sprechchören wie „Abschieben“, „Merkel muss weg“, „Widerstand“ und „Volksverräter“.

          Hauptredner war der AfD-Fraktionsvorsitzende im Erfurter Landtag, Björn Höcke, den die Teilnehmer mit rhythmischen Rufen und der skandierten Losung „Wir sind das Volk“ begrüßten. Höcke warf in seiner Rede Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „politischen Amoklauf“ vor und forderte ihren Rücktritt. Wiederholt kritisierte er auch den katholischen Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr und Charlotte Knobloch von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern als Befürworter einer gescheiterten multikulturellen Gesellschaft.

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