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AfD-Linkspartei-Kommentar : Die Farbe der Socken

Wenn die CDU so weitermacht, wird die SPD eines Tages nach dem Motto handeln können: Wie du mir, so ich dir.

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          Der SPD kann es eigentlich egal sein, mit wem die Unionsfraktion im Bundestag nicht zusammenarbeiten will – solange die große Koalition nicht gefährdet ist oder das, was unter „demokratischer Grundkonsens“ firmiert. Das ist der springende Punkt, warum der SPD-Abgeordnete Carsten Schneider es nun als „Sauerei“ bezeichnete, dass sich der „Unvereinbarkeitsbeschluss“ der Unionsfraktion nicht nur auf die AfD, sondern auch auf die Linkspartei bezieht. Damit sagt sie nämlich: Wer die AfD ausgrenzt, sollte auch die Linkspartei ausgrenzen.

          Andersherum: Wer, wie die SPD, die Linkspartei akzeptiert, sollte keine Ratschläge in Sachen politischer Korrektheit geben. Und gilt, was Schneider über die Linkspartei sagt, vielleicht nicht auch für die AfD: Da gebe es ein paar Irre, aber alles in allem stehe die Partei doch zur demokratischen Grundordnung? Die SPD sollte die Sache aber noch aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen. Wenn die CDU so weitermacht, wird die SPD eines Tages nach dem Motto handeln können: Wie du mir, so ich dir. Die Socken haben dann nur eine andere Farbe.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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