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Ägyptische Initiative : Sisi schlägt Waffenruhe für Libyen vor

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Friedenstaube? Ägyptens Präsident Sisi will den Krieg im Nachbarland offenbar beenden. Bild: AP

Sein Plan sieht außerdem Verhandlungen in Genf, den Abzug aller ausländischen Kämpfer sowie die Wahl eines Führungsrats vor. Ein einflussreicher General soll schon auf seiner Seite stehen.

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          Ägyptens Präsident Abd al Fattah al Sisi hat eine neue politische Initiative zur Beendigung der Kämpfe in Libyen vorgeschlagen. Diese beinhalte eine Waffenruhe, die am kommenden Montag beginnen solle, sagte al Sisi am Samstag in Kairo nach Gesprächen mit dem einflussreichen libyschen General Chalifa Haftar und dem Präsidenten des im Osten des Landes ansässigen Parlaments, Aquila Saleh. Sisi zufolge stimmten die miteinander verbündeten Haftar und Saleh dem ägyptischen Vorstoß zu. Sein Plan sieht außerdem Verhandlungen in Genf, den Abzug aller ausländischen Kämpfer sowie die Wahl eines Führungsrats vor

          Haftars Truppen kämpfen in dem nordafrikanischen Land gegen die Anhänger der international anerkannten Regierung von Fajez Sarradsch. Haftar hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis befohlen, verlor zuletzt aber strategisch wichtige Gebiete. Seine Truppen haben sich mittlerweile zurückgezogen. Der Rückzug markierte ein abruptes Ende von Haftars 14-monatiger Offensive auf Tripolis.Am Donnerstag hatte Sarradsch erklärt, dass die gesamte Hauptstadt Tripolis wieder unter Kontrolle der Regierung sei.

          Haftar wird in dem Konflikt von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Russland unterstützt. Beobachter führen die jüngsten militärischen Erfolge der Regierung wiederum auf militärische Hilfe der Türkei für deren Truppen zurück.

          Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al Gaddafi im Jahr 2011 glitt Libyen ins Chaos ab. Unzählige Milizen kämpfen dort um Macht und Einfluss. Alle politischen und diplomatischen Initiativen für ein dauerhaftes Ende der Kämpfe blieben bislang erfolglos.

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