https://www.faz.net/aktuell/politik/9-euro-ticket-bei-verlaengerung-leidet-die-qualitaet-des-nahverkehr-18237686.html

Öffentlicher Nahverkehr : Im 9-Euro-Taumel

Großer Andrang: Auch in Frankfurt wurde das 9-Euro-Ticket viel genutzt. Bild: dpa

Die Diskussion über eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets ist im vollen Gange. Für den öffentlichen Nahverkehr ist sie verhängnisvoll: Um Qualität ginge es dann nicht mehr.

          3 Min.

          Das Experiment namens 9-Euro-Ticket ist noch im vollen Gange, aber in der Politik und beim Volk macht sich schon jetzt Trennungsschmerz breit. Die lautstarken Forderungen nach einer Verlängerung sind nicht zu überhören. Drei Wochen noch können alle Menschen in Deutschland, die zumindest das Geld für zwei Cappuccino berappen wollen, mit S- und U-Bahnen, Bussen und Regionalzügen durch die Lande fahren. Dafür müssen sie keine komplizierten Ta­rifzonen durchdringen. Sie en­tern einfach die (meist überfüllten) Züge und steigen auf Sylt, in Rosenheim oder Chemnitz wieder aus. 9 Euro für ganz Deutschland im Sommer – wo gibt es denn sowas?

          Schon klar: Wer so etwas erleben durfte, der zahlt nach dem geplanten Ende der von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) erdachten Rabattaktion Ende August nur ungern wieder zum Teil horrende Preise für Mo­nats- oder Jahreskarten, zumal das Ex­periment gleichzeitig schonungslos offenlegt, wie verbesserungsbedürftig der Nah- und Regionalverkehr in Deutschland jenseits der großen Ballungsräume ist.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

          Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

          Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
          In Deutschland können die Partner ihren künftigen Namen nicht frei auswählen – wie es zum Beispiel in Schweden der Fall ist.

          Hochzeitsserie – Teil 10 : Ein Relikt des Patriarchats

          Noch immer tappen viele Frauen bei der Heirat in die Traditionsfalle und geben ihren Mädchennamen ab. Paare mit hoher Bildung entscheiden sich aber immer häufiger anders – und eine neue Option ist in Sicht.