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Anti-Islam-Bewegung : Wieder mehr Menschen bei „Pegida“

  • -Aktualisiert am

Am vergangenen Montag demonstrierten „Pegida“-Anhänger in Dresden. Bild: dpa

Zu „Pegida“-Demonstrationen in Dresden und Leipzig haben sich wieder mehr Menschen eingefunden. Die beiden Organisationen wollen künftig gemeinsam demonstrieren. Eine „Pegida“-Abspaltung hat sich unterdessen entzweit.

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          In Dresden und Leipzig sind Pegida-Anhänger begleitet von lautstarken Protesten am Montagabend abermals auf die Straße gegangen. In Dresden versammelten sich laut Polizei etwa 6500 „Pegida“-Anhänger auf dem Altmarkt, einige Hundert mehr als vor einer Woche, auf dem Leipziger Augustusplatz fanden sich 500 „Legida“-Sympathisanten ein. Zu Gegenveranstaltungen fanden sich in Dresden etwa 700 und in Leipzig rund 1000 Demonstranten ein. „Pegida“-Gründer Lutz Bachmann kündigte daraufhin an, dass „Legida“ künftig nicht mehr in Leipzig, sondern mit in Dresden demonstrieren werde.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Seiner Bewegung attestierte Bachmann am Montag dennoch flächendeckendes Wachstum, obwohl „Pegida“ nicht einmal mehr in Sachsen selbst an die Teilnehmerzahlen von Mitte Januar anknüpfen kann, als sich in Dresden 25.000 und in Leipzig 5000 Protestler versammelten. In anderen deutschen Städten ist die Bewegung inzwischen völlig marginalisiert. Dennoch kündigte Bachmann für Ende März eine „Großveranstaltung“ an, auf der auch der „Pegida“-Kandidat für die Dresdner Oberbürgermeisterwahl im Juni bekannt gegeben werden soll.

          Unterdessen hat sich die Organisation der sechs einstigen Mitgründer, die sich Ende Januar von „Pegida“ losgesagt hatten, abermals gespalten. Die ehemalige „Pegida“-Sprecherin Kathrin Oertel und der einstige Vize-Vorsitzende des Vereins, Rene Jahn, die Ende Januar den Verein „Direkte Demokratie für Europa“ (DDfE) aus der Taufe gehoben hatten, warfen nun abermals hin. DDfE konnte nur wenige hundert Anhänger hinter sich versammeln. Jahn begründete das Ausscheiden gegenüber FAZ.NET mit „unterschiedlichen politischen Richtungen“ innerhalb der DDfE-Riege. Zugleich dementierte er, dass sich Oertel und er nun wieder „Pegida“ anschließen würden. „Das werden wir auf gar keinen Fall machen“, sagte Jahn. „Wir gründen eine eigene Sache und werden unabhängig von Pegida weiter demonstrieren.“

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