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Kampf gegen al Shabaab : 62 Terroristen bei Luftangriffen in Somalia getötet

  • Aktualisiert am

„Nieder mit al Shabaab“: Demonstranten im Oktober in Mogadischu Bild: dpa

Bei den insgesamt sechs Luftangriffen seien keine Zivilisten verletzt oder getötet worden, berichtet das amerikanische Militär. Der Angriff sei erfolgt, um die Terrormiliz von ihren Zufluchtsorten abzuschneiden.

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          Bei Luftangriffen der amerikanischen Streitkräfte in Somalia sind nach Militärangaben mindestens 62 Kämpfer der islamistischen Terrormiliz al Shabaab getötet worden. Bei vier Bombardements in der Nähe des Ortes Gandarshe südlich der Hauptstadt Mogadischu wurden am Samstag 34 Kämpfer getötet, bei zwei Luftschlägen am Sonntag im gleichen Gebiet 28 weitere, wie das amerikanische Militär am Montag mitteilte. Es seien keine Zivilpersonen verletzt oder getötet worden. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

          „Das Afrika-Kommando und unsere somalischen Partner haben diese Angriffe durchgeführt, um Terroristen davon abzuhalten, abgelegene Gebiete als Zufluchtsorte zu nutzen, um von dort künftige Anschläge zu planen, steuern, inspirieren oder die Leute dafür zu rekrutieren“, heißt es in der Pressemitteilung des amerikanischen Militärs.

          In einer Pressemitteilung vom Samstag hatten die Streitkräfte zunächst von acht Toten infolge eines Luftangriffs bei Gandarshe gesprochen. Die amerikanische Armee unterstützt die somalische Regierung im Kampf gegen die sunnitische Terrororganisation al Shabaab. Die mit al Qaida verbündeten Fundamentalisten kämpfen in dem instabilen Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. In diesem Jahr führte das amerikanische Militär bereits dutzende Luftangriffe durch.

          Seit dem Sturz des Diktators Mohammed Siad Barre Anfang der 1990er Jahre kommt es in Somalia immer wieder zu Gewalt und Gesetzlosigkeit. So verübte die al Shabaab zuletzt im November einen Selbstmordanschlag mit 39 Opfern in der Hauptstadt Mogadischu.

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