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25 Jahre Johannes Paul II : Bewegende Jubiläumsmesse auf dem Petersplatz

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Eindrucksvolle Kulisse: Messe zum Papst-Jubiläum auf dem Petersplatz Bild: dpa/dpaweb

Mit einem Dankgottesdienst auf dem Petersplatz hat Johannes Paul II. vor rund 100.000 Gläubigen seiner Wahl vor 25 Jahren zum Papst gedacht.

          Auf dem Petersplatz in Rom wurde am Donnerstagabend eine Messe zum 25. Amtsjubiläum von Papst Johannes Paul II. gefeiert. Rund 100.000 Gläubige aus aller Welt versammelten sich auf dem riesigen Platz vor der Peterskirche, darunter der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski und der italienische Präsident Carlo Azeglio Ciampi.

          Die Messe fand zur selben Abendstunde statt, zu der der neu gewählte Papst am 16. Oktober 1978 erstmals vor die Gläubigen trat. Über 150 Kardinäle und zahlreiche Bischöfe aus aller Welt zogen in einer feierlichen Prozession vor die Peterskirche. Als der schwer kranke Papst in einem Rollstuhl an den Altar geschoben wurde, klatschten die Gläubigen Beifall. Der 83jährige machte eine müden und geschwächten Eindruck.

          Ratzinger dankt für 25 Jahre Dienst

          Mit schwacher Stimme eröffnete Johannes Paul II. den Festgottesdienst mit dem liturgischen Gruß. Anschließend dankte Kardinal Joseph Ratzinger als Dekan des Kardinalskollegiums dem Papst für sein 25jähriges Wirken an der Spitze der katholischen Kirche. In einem Grußwort auf Italienisch erinnerte er an die Wahl des Pontifex „exakt vor 25 Jahre, um diese Zeit“. Unermüdlich habe sich der Papst über alle geographischen Grenzen hinweg insbesondere durch seine Reisen für die Verkündigung des Evangeliums eingesetzt, ob gelegen oder ungelegen.

          Bischöfe in Erwartung der Messe auf dem Petersplatz

          „Seit Beginn ihres Pontifikatsbeginns haben Sie uns die Kraft Christi erfahren lassen, die Grenzen niederreißt und Frieden und innere Freude schafft“, führte Ratzinger aus. Und weiter sagte er: „Sie haben Kritiken und Verleumdungen auf sich genommen, doch zugleich Dankbarkeit und Liebe geweckt und die Mauern von Haß und Entfremdung eingerissen“. Er habe keine leichten Zugeständnisse oder Abstriche an der christlichen Botschaft gemacht, um Sympathien zu erwerben. Dazu sei im Leben des Papstes sei das Wort „Kreuz“ nicht nur ein leerer Begriff geblieben, betonte Ratzinger in Anspielung auf das Attentat und die körperlichen Leiden des Pontifex.

          „Die Kirche dankt Ihnen“, rief der Kardinal unter dem Applaus der Menge. „Und es danken Ihnen auch viele Brüder und Schwestern, die nicht katholisch sind, Menschen guten Willens und anderer Religionen und Überzeugungen.“ Der Papst habe auch die oft gegensätzlichen „Kontinente des Geistes“ überschritten, um Fremde einander anzunähern, Entfernte zu befreunden, und dem Frieden Christi in der Welt Raum zu schaffen.

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