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Phillips Auktionen : Die Nachfrage ist da

  • -Aktualisiert am

Mit marktorientierter Auswahl überzeugen die New Yorker Auktionen mit Zeitgenossen bei Phillips.

          2 Min.

          Wie zuvor schon Sotheby’s schloss auch Phillips seine New Yorker Saison mit zeitgenössischer Kunst erfolgreich ab. Es sei offensichtlich, dass es „keinen Rückgang der Nachfrage“ gebe, erklärte Edward Dolman, der CEO von Phillips, nach der Abendauktion mit „20th Century and Contemporary Art“, die zu hundert Prozent verkauft wurde – ein „White Glove Sale“ also.

          Die Auktion war mit 25 Losen im Angebot allerdings recht klein. Sie erzielte 41,13 Millionen Dollar, einen Umsatz nahe der angepeilten oberen Gesamttaxe. Im vorigen Jahr wurden mit 42 Losen hundert Millionen Dollar eingespielt. Diesmal war zwölf Losen der Verkauf durch Garantien – neun davon durch dritte Parteien finanziert – schon im Voraus sicher. Die Tagesauktion spielte mit 140 (von 166) verkauften Losen im Angebot zusätzlich 10,2 Millionen Dollar ein.

          Die Veranstaltung bei Phillips stand, wie schon die bei Sotheby’s, im Zeichen amerikanischer, abstrakt-expressionistischer Malerinnen. Das Spitzenlos des Abends war Joan Mitchells Ölgemälde „Noël“ mit grünen, verknäulten Pinselspuren, entstanden zu Beginn der sechziger Jahre; es ging zur unteren Taxe von 9,5 Millionen Dollar an einen Bieter am Telefon. Helen Frankenthalers „Head of the Meadow“ aus dem Jahr 1967 wurde von wenigstens sechs Bietern gejagt und stieg auf 2,5 Millionen Dollar (Taxe 600.000/800.000). Gerhard Richters „Abstraktes Bild (801-3)“ in Grüntönen stieg unter Beteiligung von vier Bietern auf 3,05 Millionen Dollar (2/3 Millionen), während Basquiats „Victor 25448“ aus dem Jahr 1987 schon beim ersten Gebot von acht Millionen (8/12 Millionen) zugeschlagen wurde; es ging damit wohl an den externen Garantiegeber.

          Junge Künstler und Künstlerinnen mit afrikanischem Hintergrund erleben schon seit ein paar Jahren eine Aufwertung. Zu den derzeitigen Stars gehört der in Ghana geborene, in Wien lebende Maler Amoako Boafo, der erst im vergangenen Jahr bei Phillips sein Auktionsdebüt hatte. Sein Porträt einer jungen Frau im blauen Pullover, „Joy in Purple“, stieg auf 540.000 Dollar (50.000/70.000). Titus Kaphars Porträt „Untitled (red thread lady)“, Teil einer Installation, die sich mit Kolonialgeschichte auseinandersetzt, stieg weit über die niedrig angesetzte Taxe von 40.000 bis 60.000 hinaus auf 150.000 Dollar: ein Rekord für Kaphar, der neuerdings von der Gagosian Gallery vertreten wird. Um den Kanadier Matthew Wong, der an Tourette-Syndrom und Depressionen litt und sich im Herbst 2019 im Alter von 35 Jahren das Leben nahm, wurde schon bei Sotheby’s gestritten; sein Bild „Mood Room“ aus dem Jahr 2018 stieg jetzt bei Phillips auf 690.000 Dollar (60.000/80.000). Rekorde gab es für Ali Banisadr und die in Los Angeles lebende Malerin Christina Quarles, deren Gemälde sich mit Körperlichkeit, Sexualität und ethnischer Identität auseinandersetzen. Quarles’ Bild „Placed“ von 2017 stieg auf 320.000 Dollar (70.000/100.000).

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