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Fahndung nach Anschlägen : Verhöre und Festnahmen in Paris

  • Aktualisiert am

Mitten in Paris: Soldaten patroullieren auf dem „Place de la Nation“. Bild: AFP

Sie haben die Attentäter von Paris womöglich mit Waffen und Autos versorgt: rund ein Dutzend Verdächtige hat die Polizei in der Nacht zum Freitag in Gewahrsam genommen. Wegen eines verdächtigen Gepäckstücks wird der Bahnhof Gare de l’Est evakuiert.

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          Im Großraum Paris sind in der Nacht zum Freitag Verdächtige im Zusammenhang mit den islamistischen Anschlägen der vergangenen Woche befragt worden. Dabei ging es um eine mögliche logistischen Unterstützung  der Attentäter, hieß es aus Justizkreisen. Acht Menschen befinden sich nach Angaben aus Polizeikreisen in Gewahrsam.

          Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ zitiert Polizeikreise, wonach die Ermittler in den letzten Tagen zahlreiche Hinweise ausgewertet haben, von DNA-Spuren bis hin zu Telefongesprächen im Umfeld der Brüder Kouachi, die als Drahtzieher des Attentats auf die Redaktion auf „Charlie Hebdo“ galten. Bei einem weiteren Anschlag tötete ein Attentäter in einem jüdischen Supermarkt in Paris vier Geiseln, nachdem er zuvor bereits eine Polizistin erschossen hatte. Alle drei Attentäter wurden von der Polizei erschossen.

          Bisher kamen die Fahndungen nach den Komplizen der drei getöteten Terroristen nur schleppend voran. Der mutmaßliche Attentäter auf den Supermarkt, Amedy Coulibaly, hatte sich zusammen mit seiner Lebensgefährtin Hayat Boumedienne vom 30. Dezember bis zum 2. Januar in Madrid aufgehalten, wurde nun bekannt. Boumedienne flog von der spanischen Hauptstadt nach Istanbul und reiste weiter nach Syrien. Die Aufnahme einer Überwachungskamera vom Flughafen in Istanbul zeigt die junge Frau in Begleitung des Franko-Algeriers Mehdi Belhoucine.

          Fritz-Joly J. am Montag in einem Gerichtssaal in der bulgarischen Stadt Haskovo

          Mehdi (23 Jahre) und Mohamed (27 Jahre) Belhoucine sind den französischen Ermittlern wegen ihrer Verbindungen zu einem Dschihadisten-Netzwerk bekannt, das Kämpfer aus Frankreich in pakistanisch-afghanisches Gebiet schleuste. Der Ältere der beiden Brüder war im Juli 2014 zu zwei Jahren Haft (davon eines auf Bewährung) wegen Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung verurteilt worden. Auch er soll Frankreich zusammen mit seiner algerische Frau Imène und ihrem Kind Richtung Syrien verlassen haben. Ein weiterer Bekannter der Terroristen, Fritz-Joly Joachin (29 Jahre), wurde zu Jahresbeginn in Bulgarien festgenommen, als er ebenfalls versuchte, sich nach Syrien abzusetzen.

          Bombendrohung am Gare de l’Est

          Unterdessen hat ein verdächtiges Gepäckstück am Pariser Gare de l’Est hat zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Der Bahnhof wurde französischen Medien zufolge evakuiert. Die Polizei spricht von einer „Vorsichtsmaßnahme“. Der Schienenverkehr wurde unterbrochen, berichtet die französische Zeitung  „Le Monde“. Es seien weder Züge angekommen noch abgefahren. Auch die französische Bahngesellschaft SNCF bestätigt den Zwischenfall auf ihrer Homepage. Weitere Informationen in Kürze.

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