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„Nationalsozialistischer Untergrund“ : Bis zuletzt Kontakte zwischen NPD und Terrorzelle?

  • Aktualisiert am

Ralf Wohlleben auf einer NPD-Demonstration im Jahr 2007 Bild: dpa

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sollen bis zuletzt enge Kontakte zwischen der NPD und der Zwickauer Terrorzelle bestanden haben: Der ehemalige NPD-Funktionär Wohlleben sei „nah an den dreien dran“ gewesen, zitiert die F.A.S. aus Sicherheitskreisen.

          Der inhaftierte ehemalige Thüringer NPD-Funktionär Ralf Wohlleben soll nach Informationen der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) bis in jüngste Zeit engen Kontakt zur Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ gehabt haben. „Er war bis zuletzt nah an den dreien dran“, zitiert die Zeitung aus Sicherheitskreisen. Die Ermittlungen gegen Wohlleben gestalteten sich allerdings schwierig, da die Dateien auf seinen beschlagnahmten Computern aufwendig verschlüsselt seien. Wohlleben soll 2001 oder 2002 eine Waffe besorgt haben, die der inhaftierte Holger G. nach Zwickau zu Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Z. gebracht haben soll.

          Im Verdacht, die Täter unterstützt zu haben, steht nach Angaben der Behörden auch weiter der NPD-Funktionär Patrick Wieschke. Der Eisenacher soll in der Nacht zum 3. November, einen Tag vor dem letzten Banküberfall von Mundlos und Böhnhardt in Eisenach, Beate Z. beherbergt haben. Wieschke, der nach Angaben von Sicherheitsbehörden zu Wohlleben regelmäßigen Kontakt hatte, bestreitet das und sagt, es habe sich um seine Freundin gehandelt.

          Ermittler, so heißt es in Sicherheitskreisen, haben Polizeihunde zu Wieschkes Wohnung geführt, die dort angeschlagen hätten. Die Terrorzelle könnte mit dem bei Banküberfällen erbeuteten Geld zeitweise Mitglieder der rechtsextremen Szene unterstützt haben. In der Wohnung in der Frühlingsstraße in Zwickau, die Beate Z. mutmaßlich am 4. November nach dem Tod von Böhnhardt und Mundlos in Brand setzte, wurde ein Pamphlet der Gruppe mit der Aufschrift NSU gefunden, das möglicherweise zusammen mit solchen Spenden verschickt wurde, berichtet die F.A.S. unter Bezug auf Sicherheitskreise.

          Ermittler haben weitere Wohnungen gefunden, die das Trio genutzt haben soll. So sei eine dritte von ihnen genutzte Wohnung in Zwickau entdeckt worden. Zuvor war eine Zweizimmer-Wohnung in Chemnitz gefunden worden. Zudem soll das Trio nach F.A.S.-Informationen zeitweise bei Unterstützern Unterschlupf gefunden haben.

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