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F.A.Z.-Sprinter : Ein Schritt für den Frieden, ein Blick in die Zukunft

Unser Autor: Patrick Schlereth Bild: Robert Wenkemann

Europa will wieder eine größere Rolle spielen – sei es bei der diplomatischen Verhandlung eskalierender Konflikte oder der Technologie von morgen. Was heute wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

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          Libyen soll kein zweites Syrien werden. Diese Warnung war schon vor dem Gipfel in Berlin allerorten zu hören, und tatsächlich droht aus dem Bürgerkrieg im riesigen Wüstenstaat ein internationaler Stellvertreterkrieg zu werden. Unter diesen Vorzeichen war es schon ein Erfolg, dass die Libyen-Konferenz in Berlin überhaupt stattfand, auch wenn sich die wohl wichtigsten Akteure, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin, erst verspätet einfanden – die neuen Strippenzieher der arabischen Welt wollten sich vorher noch bilateral besprechen. Mein Kollege Johannes Leithäuser berichtet vom Gipfel, wie sich „die Repräsentanten der europäischen Mächte vorsichtig in eine Einflussposition auf die libyschen Geschicke“ zurückkämpften. Nach stundenlangen Verhandlungen verpflichteten sich die Gipfelteilnehmer zur Einhaltung eines UN-Waffenembargos und verständigten sich auf ein Ende der militärischen Unterstützung für die Bürgerkriegsparteien.

          Patrick Schlereth

          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Wenn Außenminister Heiko Maas und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sich heute mit ihren Amtskollegen in Brüssel treffen, wird es nicht nur darum gehen, wie sich der Waffenstillstand in Libyen umsetzen lässt. Auch die Bekämpfung des Terrorismus in der Sahel-Zone sowie die Lage in Syrien und dem Nahen Osten werden ein Thema sein. Wir halten Sie darüber auf FAZ.NET auf dem Laufenden. Wie sich der Tod des iranischen Generals Qassem Soleimani in Syrien offenbar schon bemerkbar macht und das Regime dazu zwingt, den Kurden entgegenzukommen, hat mein Kollege Rainer Hermann für Sie zusammengetragen. Reinhard Müller erklärt in seinem Leitartikel, warum die Tötung Soleimanis durch die Vereinigten Staaten völkerrechtlich zweifelhaft war und die Europäische Union und die Bundesregierung nicht dazu schweigen sollten.

          Nicht nur bei den Konflikten in Syrien und Libyen droht der europäische Einfluss zu schwinden. Im Streit der Technologiemächte Amerika und China und der Diskussion um den Aufbau von 5G-Netzen und Huawei zeigt sich Europa als in hohem Maße abhängig von den Giganten und bietet bisher keine konkurrenzfähige Alternative. Warum EU-Kommissar Thierry Breton trotzdem überzeugt ist, dass die Karten in der Technik stets neu gemischt werden, berichtet FAZ.NET-Chefredakteur Carsten Knop von der Digitalkonferenz DLD in München. Manch ein Experte hält Europa gar für fähig, Technologieführer bei den vielversprechenden Quantencomputern zu werden, schreibt Bastian Benrath, der ebenfalls vor Ort ist.

          Mit einem Blick in die nicht ganz so ferne Zukunft endet dieser Newsletter, denn mein erster Sprinter ist zugleich der letzte für die F.A.Z. überhaupt, aber seien Sie unbesorgt: Ab morgen werden wir Sie im „Newsletter für Deutschland“ über die wichtigsten Ereignisse des Tages informieren. Heute um 17 Uhr startet außerdem unser namensverwandter „Podcast für Deutschland“. Weit über die eigentliche Nachricht hinaus können Sie hier verschiedene Blickwinkel und präzise Einordnungen erwarten. Schalten Sie unbedingt ein!

          Und sonst: Versucht sich Deutschland bei der Handball-EM gegen Österreich eine theoretische Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Stellt der Internationale Währungsfonds vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine aktualisierte Wachstumsprognose für die globale Wirtschaft vor.

          Die Nacht in Kürze

          Im Streit um eine Kabinettsumbildung solle CSU-Chef Söder entweder Bundesinnenminister Seehofer sofort ablösen oder Personalspekulationen einstellen, verlangt FDP-Innenexperte Kuhle. CDU-Vize Klöckner dagegen weist Söders Forderung zurück, das Kabinett zu verjüngen.

          Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Guaidó fährt trotz Ausreiseverbots zu einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister Pompeo nach Kolumbien. Dort wird er mit militärischen Ehren empfangen.

          Die Zahl der bestätigten Fälle einer mysteriösen Lungenkrankheit in China ist sprunghaft angestiegen, drei Patienten sind bisher gestorben. Erstmals wurden auch an anderen Orten Erkrankungen bestätigt. 

          Weitere Themen

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          Was wollen die Menschen in Iran? Und was geht das den Westen an? Als in Deutschland aufgewachsene Iranerin habe ich mir den westlichen Blick angeeignet. Darunter begehrt das eigene Selbst auf. Ein Gastbeitrag.

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          Am Sonntag wählen die Hamburger eine neue Bürgerschaft. Was wünschen sie sich von der Politik für ihre Stadt? Ein Blick auf den Durchschnittshamburger gibt Antworten.

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