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Newsletter für Deutschland : Absatz in Coronazeiten

Unser Autor: Oliver Georgi Bild: Robert Wenkemann

Angela Merkel berät mit Vertretern der Automobilindustrie über Wege aus der (Absatz-)Krise, und Karlsruhe will der Wirtschaftspolitik der EZB die Grenzen aufzeigen. Was sonst noch wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.

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          Die ganze Republik fiebert schon auf morgen hin, wenn die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über mögliche neue Lockerungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten will. Doch für die deutsche Wirtschaft, zumindest für einen wichtigen Teil von ihr, ist schon heute ein entscheidender Tag: In einer Telefonkonferenz wird Angela Merkel mit hochrangigen Vertretern der Automobilindustrie über Wege aus der (Absatz-)Krise beraten. Dabei wird es auch und vorrangig um die Frage gehen, in welchem Maße die Regierung den deutschen Automobilherstellern unter die Arme greifen will, von denen manche, wie man munkelt, im schlimmsten Fall sogar bis zum Äußersten gehen würden: der Kürzung der Dividenden und Boni-Zahlungen. Der Druck auf die Politik wächst, den Absatz mit einer Kaufprämie zu unterstützen, berichten Manfred Schäfers und Uwe Marx. Die drei Autoländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen fordern eine „Innovationsprämie“ von 4000 Euro für Käufer von E-Autos (zusätzlich zur schon bestehenden Kaufprämie) und 3000 Euro für Käufer moderner Benzin- und Dieselautos. Im Interview mit Uwe Marx hält VDMA-Präsident Welcker eine Kaufprämie jedenfalls für „nicht zielführend“ – der Kanzlerin dürften heute hitzige Debatten am Telefon bevorstehen.

          Oliver Georgi

          Redakteur in der Politik.

          Ähnliches Ungemach deutet sich seit Tagen zwischen den Bundesländern an, die in der Corona-Bekämpfung anfangs bemerkenswert stromlinienförmig agiert haben und jetzt wieder im gewohnten föderalistischen Flickenteppich angekommen sind. Seit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff (CDU) mit weitergehenden Lockerungen des Lockdowns vorgeprescht ist und damit manches Stirnrunzeln in anderen Landeshauptstädten erzeugt hat, wächst auch der Druck auf die Kanzlerin, am Mittwoch deutliche Lockerungen zu verkünden. Helene Bubrowski und Eckart Lohse analysieren in einem großen Stück die schwierige Lage der Kanzlerinund beschreiben, warum ihre schärfsten Kritiker mittlerweile wittern, dass der harte Boden, auf dem Merkel in der Corona-Krise lange stand, langsam weicher wird.

          Eine große Entscheidung steht heute übrigens auch in Karlsruhe an, wo das Bundesverfassungsgericht über die Frage befindet, welche Befugnisse die Europäische Zentralbank hat – und wo die Grenzen ihrer Wirtschaftspolitik (nicht nur in der Corona-Krise) liegen. In seinem Stück analysiert Reinhard Müller, warum die Geduld mit der EZB bei manchen am Ende ist – und warum sie, statt die EU in eine Schuldenunion zu führen, die EU in diesen Tagen als Rechtsgemeinschaft zusammenhalten sollte.

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          Zum Schluss möchte ich Sie noch auf zwei Dinge hinweisen. Zum einen auf eine besonders aufwändige Recherche meiner Kollegen Kathrin Jakob und Lorenz Hemicker: Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren ist für uns Deutsche ein Grund zu feiern. Was dabei aber nicht vergessen werden sollte: Für die Groß- und Urgroßeltern war die Zeit bitter und voller grausamer Erlebnisse. In vier packenden Geschichten schildern Überlebende auf FAZ.NET diese Woche, wie sie den Untergang des Dritten Reichs erlebt haben. Den Anfang macht Berthold Maria Schenk Graf von Stauffenberg, der Sohn des Hitler-Attentäters.

          „Ey, der hat Neger zu Dir gesagt“: Und im wie immer sehr hörenswerten F.A.Z.-Podcast spricht unser Host Andreas Krobok unter anderem mit dem früheren Fußballer Gerald Asamoah über Rassismus und Zusammenhalt. Spannende, lehrreiche und unterhaltsame 30 Minuten.

          Und sonst: Kommt die Lufthansa am Dienstag zu ihrer 67. Hauptversammlung zusammen – anders als sonst, findet die Veranstaltung jedoch im Internet statt. Verhandelt der Bundesgerichtshof erstmals die Klage eines vom Abgasskandal betroffenen Diesel-Käufers. Beraten die Wirtschaftsminister der Länder und des Bunds über eine Exit-Strategie für die Gastronomie und den Tourismus.

          Die Nacht in Kürze

          In Amerika warnen interne Regierungsdokumente vor einem drastischen Anstieg der Coronavirus-Infektionszahlen. Das kommt Trumps Regierung ungelegen.

          Russland wurde vorgewarnt: Erstmals seit dem Kalten Krieg kreuzen amerikanische Kriegsschiffe in der arktischen Barentssee.

          Skepsis zum Bundesliga-Sonderweg: Ein Mitglied des Deutschen Ethikrats findet, Profifußball werde „doch sehr gehätschelt“.

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