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: Guten Morgen!

Bedeutung: Der Weltklimarat ist ein UN-Gremium, seine Berichte gelten als die maßgebliche wissenschaftliche Grundlage für die Analyse und Bekämpfung des Klimawandels. Vor zwei Wochen begannen die Schlussberatungen, bei der die endgültige Version der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger erarbeitet wird. Indem die Regierungen der 195 Mitgliedstaaten den Text durchgehen und die endgültigen Formulierungen im Konsens absegnen, erkennen sie die darin enthaltenen wissenschaftlichen Erkenntnisse an.

Zeitpunkt: In Deutschland hat die Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 den Klimawandel real werden lassen. Mehr als 180 Menschen kamen ums Leben. Den ursächlichen Starkregen hätte es in dieser Intensität wohl ohne den menschengemachten Klimawandel nicht gegeben. Dennoch droht die Klimakrise angesichts des Ukraine-Krieges zu verblassen – nachdem sie schon im Zuge der Finanzkrise von 2008 für einige, möglicherweise entscheidende Jahre nach hinten gerückt war.

7. Das wird diese Woche wichtig

Sieht aus wie Karneval, ist es aber nicht (obwohl wir Rosenmontag haben): Karikatur auf einem Auto, das eine Demonstration vor der Vorstellung des Münchner Missbrauchsgutachten begleitet.
Sieht aus wie Karneval, ist es aber nicht (obwohl wir Rosenmontag haben): Karikatur auf einem Auto, das eine Demonstration vor der Vorstellung des Münchner Missbrauchsgutachten begleitet. : Bild: AFP

Neben dem Krieg in der Ukraine werden uns unter anderem die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und die Rückkehr eines ungeliebten Kardinals beschäftigen.

Nord Stream 2: Am Dienstag kommt der Schweriner Landtag zusammen, um über das militärische Vorgehen Russlands gegen die Ukraine und die Folgen für Mecklenburg-Vorpommern zu beraten. Das ostdeutsche Bundesland ist von dem Stopp von Nord Stream 2 wirtschaftlich besonders stark betroffen. In Lubmin sollte das Gas aus Russland anlanden.

Bild: Betreiber, dpa

Kirche: Der umstrittene Erzbischof von Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, nimmt nach einer Auszeit seine Arbeit wieder auf. Sie war Resultat der Überprüfung des Erzbistums durch Bevollmächtigte des Papstes, in deren Verlauf der Papst Woelki große Fehler in der Kommunikation zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs vorwarf. Im Amt durfte er dennoch bleiben, auch wenn es im Bistum selbst massive Widerstände gibt. Einer Forsa-Umfrage zufolge wollen 92 Prozent der Katholiken im Erzbistum seinen Rücktritt. Für 10 Uhr hat die Initiative Maria 2.0 eine Protestkundgebung vor dem Kölner Dom angekündigt.

Haushalt: Voraussichtlich ebenfalls am Mittwoch legt die EU-Kommission neue Leitlinien für die Haushalts- und Schuldenpolitik im kommenden Jahr vor. Sie geben vermutlich einen Hinwies darauf, inwiefern die strengen Schuldenregeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts nach der Aussetzung während der Corona-Krise 2023 wieder gelten sollen. 

Die Nacht in Kürze

Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko hat in einem umstrittenen Verfassungsreferendum seine Macht gefestigt. Herrschen bis 2035, Immunität, und russische Atomwaffen im Land – all dem soll die Bevölkerung am Sonntag mehrheitlich zugestimmt haben.

Die Schweiz erwägt das Einfrieren russischer Vermögen – es geht um mindestens 20 Milliarden Euro. Bundespräsident Ignazio Cassis rechnet damit, dass der Bundesrat die Maßnahme in einer außerordentlichen Sitzung heute beschließen werde.

Das Robert-Koch-Institut meldet 62.349 Neuinfektionen – 15,5 Prozent weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 1238,2.

Ihnen einen schönen Start in die Woche.

Ihre Tatjana Heid

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