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F.A.Z. Frühdenker : Warum bald die Impfpriorisierung fällt

Bild: ADV; bahn.de; lufthansa.de; F.A.Z.-Recherche

Reaktionen: Der Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Ulrich Lange (CSU) sagte, es sei klar, „dass der Flugverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss. Ein Verbot von Kurzstreckenflügen und massive Preiserhöhungen im Flugverkehr sind aber der falsche Weg.“ Der Tourismusbeauftragte der Regierung, Thomas Bareiß (CDU), mahnte, dass Klimaschutz nicht auf Kosten der Urlaubsplanung einkommensschwacher Familien gehen dürfte.

Billig? Baerbock hatte gefordert: „Wer als Familie mit dem Zug reist, sollte doch deutlich weniger zahlen als für die Kurzstrecke im Flugzeug.“ Ein Preisvergleich der F.A.Z. zeigt, dass es Billigtickets für Inlandsflüge fast nicht gibt. Wer in einer Woche von München nach Berlin will, musste am Montag bei der Bahn mindestens 79,90 Euro zahlen. Der günstigste Lufthansa-Flug kostete fast 222 Euro. Wer in einem Monat von München nach Berlin will, für den gab es bei der Bahn einen Sparpreis von 17,90 Euro. Der günstigste Flug kostete am Montag 69 Euro.

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Fritz Keller ist als DFB-Präsident zurückgetreten.
Fritz Keller ist als DFB-Präsident zurückgetreten. : Bild: dpa

7. Rücktritt von Fritz Keller

Fritz Keller ist als Präsident des DFB zurückgetreten. In seinem Schlusswort hat er die internen Machtkämpfe im Verband angeprangert und von einem „beschämenden Umfeld“ gesprochen.

Ende: Fritz Keller hat am Montag einen Schlussstrich unter seine DFB-Präsidentschaft gezogen. Er übernahm die Verantwortung für seine „Entgleisung in der Präsidiumssitzung vom 23. April 2021, die trauriger Tiefpunkt der desolaten Führungssituation des DFB bleiben soll“. Während der Sitzung hatte Keller den DFB-Vizepräsidenten und Richter Rainer Koch mit dem Präsidenten des Volksgerichtshofs, Roland Freisler, verglichen. Als Teilnehmer der Wannseekonferenz gehörte Freisler zum Kreis der Verantwortlichen für die Organisation des Holocaust.

Kritik: Keller prangerte in seinem offiziellen Schlusswort die „internen Machtkämpfe“ und die „Befindlichkeiten“ im DFB an. Mit „ordnungsgemäßer Verbandsführung“ habe das alles nichts zu tun. Sein eigenes „Fehlverhalten“ sei „in einem für den DFB beschämenden Umfeld erfolgt“. Keller sagte weiter: „Mein Rücktritt wird die Probleme innerhalb des DFB und des Fußballsports allerdings nicht lösen.“

Tradition: Keller ist schon der vierte DFB-Präsident in nicht einmal zehn Jahren, der vorzeitig aufgeben musste. Theo Zwanziger zog sich im Dezember 2011 zurück, Wolfgang Niersbach im November 2015 und Reinhard Grindel im April 2019. Der „DFB-Führungsstil“, so Keller, habe in wenigen Jahren vier Präsidenten „verschlissen“. Der DFB müsse sich verändern. „Er muss seine Glaubwürdigkeit, das Vertrauen in seine Integrität und Leistungsstärke zurückgewinnen.“

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