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Langzeitfolgen: Die Pandemie, sagt der Psychiater, werde körperliche und emotionale Langzeitfolgen haben. Aber es werde keine Generation geben, „die hier einen Defekt hat“. Doch werde es Jugendliche geben, die den Anschluss verlieren und aus der Schule aussteigen.

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„Antisemitismus bekämpfen“: Demonstranten in Sachsen
„Antisemitismus bekämpfen“: Demonstranten in Sachsen : Bild: dpa

3. Beschämender Antisemitismus

Die Bundesregierung verurteilt die antisemitischen Krawalle als beschämend für uns alle. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul mahnt eine stärkere Sensibilisierung arabischstämmiger Zuwanderer an.

Beschämend: Die Bundesregierung hat die Krawalle mit antisemitischen Parolen in Berlin und anderen Städten Deutschlands als beschämend verurteilt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: „Was in den letzten Tagen an Judenhass, an antisemitischen Beschimpfungen zu hören war, ist beschämend.“ Man könne von jedem Demonstranten verlangen, zu trennen zwischen Kritik an der Politik des Staates Israel, die jeder äußern dürfe, und „dem, was wir auf keinen Fall hinnehmen können“, nämlich Hass und Aggression gegen Juden und gegen das israelische Volk. Besonders empörend sei es, dass eine israelische Journalistin angegriffen worden sei, sagte Seibert. Dies werfe ein Schlaglicht darauf, dass sich Juden in Deutschland offenkundig nicht überall und in jeder Situation frei bewegen könnten. Das sei „beschämend für uns alle“.

Bild: DPA

Hintergrund: Die schwersten Krawalle gab es am Wochenende in Berlin. 93 Polizisten wurden leicht verletzt, 65 Menschen vorläufig festgenommen. In der Nacht zum Montag wurde laut Innensenator Andreas Geisel (SPD) eine jüdische Gedenkstätte mit grüner Farbe überschüttet. Polizeipräsidentin Barbara Slowik teilte mit, die Polizei habe „einzelne Israel-feindliche, antisemitische Parolen“ aufgezeichnet. „Im Zweifel gehen wir vom Anfangsverdacht aus und leiten Strafverfahren ein.“ Oft bewegten sich die Parolen aber auf einem „schmalen Grat“ zwischen Strafbarkeit und freier Meinungsäußerung.

Antisemiten: CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte, es gebe in Deutschland Antisemitismus aus drei Bereichen: Rechtsextremismus, Linksextremismus und Zuwanderung. Derzeit komme der Antisemitismus vor allem von jungen Männern, die von muslimischen Extremisten angefeuert würden. „Alle drei Bereiche gilt es zu sehen und ihnen entschlossen entgegen zu treten.“ Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) mahnte eine stärkere Sensibilisierung arabischstämmiger Zuwanderer an.

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Raketen werden aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.
Raketen werden aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. : Bild: dpa

4. Kämpfe zwischen Hamas und Israel halten an

Kämpfe: In Gaza gehen die Kämpfe mit unverminderter Härte weiter. Israelische Kampfjets setzten die Bombardierung des Gazastreifens fort. Militante Palästinenser feuerten abermals Raketen Richtung Tel Aviv. Seit dem Ausbruch der Gewalt vor einer Woche wurden im Gazastreifen 212 Menschen getötet, darunter 61 Kinder. Mehr als 1300 Menschen wurden laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium verletzt. In Israel wurden den Behörden zufolge zehn Menschen beim Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen getötet, darunter ein Kind, und mehr als 300 Menschen verletzt. Insgesamt wurden seit vergangenem Montag laut israelischer Armee rund 3350 Raketen aus dem Gazastreifen Richtung Israel abgefeuert.

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