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F.A.Z. Frühdenker : Sorge vor Eskalationsspirale in Nahost

Palästinensische Raketen werden vom israelischen Abwehrsystem „Iron Dome“ in der Luft zerstört. Bild: AFP

Nach Raketenangriffen auf Jerusalem bombardiert Israel den Gazastreifen. In Deutschland verzeichnet die Polizei mehr Opfer häuslicher Gewalt. Und Jens Spahn warnt vor Übermut in der Corona-Krise. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          8 Min.

          Das Wichtigste für Sie an diesem Dienstag: Spahn warnt, dass aus Zuversicht kein Übermut werden darf. Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Und Sorge vor Eskalation der Lage in Israel. 

          Philip Eppelsheim
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          1. Spahn warnt vor Übermut
          2. Mit Wissler und Bartsch in den Wahlkampf

          3. Gewalt gegen Frauen nimmt zu
          4. Gottesdienste für homosexuelle Paare
          5. Sorge vor weiterer Eskalation in Israel
          6. Elisabeth II. stellt Regierungspläne vor
          7. Russland und die „unfreundlichen Staaten“

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag in Berlin
          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag in Berlin : Bild: dpa

          1. Spahn warnt vor Übermut

          Johnson & Johnson kann auch an jüngere Menschen verimpft werden. Spahn sagt: „Es bleibt wichtig, dass wir das Tempo halten.“ Zudem dürfe aus Zuversicht kein Übermut werden.

          Freigabe: Die Priorisierung für den Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson ist in Deutschland aufgehoben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte nach einer Konferenz mit den Gesundheitsministern der Länder, der Impfstoff könne nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoentscheidung auch Montag an jüngere Menschen verimpft werden. Mit ihrem Beschluss vom Montag reagieren die Minister auf den Vorschlag der Ständigen Impfkommission, das Mittel von Johnson & Johnson wegen möglicher Nebenwirkungen bei Jüngeren nur jenen Personen zu verabreichen, die älter als 60 Jahre sind. Hintergrund sind Meldungen über seltene Hirnvenenthrombosen als Nebenwirkung der Impfung, vor allem bei Jüngeren. Die Gesundheitsminister betonten, sie nähmen die berichteten Fälle ernst. Spahn sagte: „Es bleibt wichtig, dass wir das Tempo halten.“

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          Zahlen: Von den 34,4 Millionen verabreichten Impfdosen stammen bisher nur rund 18.000 von Johnson & Johnson; die meisten Einheiten des Präparats wurden in Niedersachsen gespritzt. Bislang wurden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums knapp 256.000 Einheiten des Impfstoffs geliefert, ein Großteil davon wurde Anfang Mai an die Impfzentren der Länder verteilt. Bis zum Wochenende wurden 7,6 Millionen Menschen vollständig geimpft. Fast jeder Dritte in Deutschland hat mindestens eine Erstimpfung erhalten. Spahn warnte: „Jetzt darf aus der Zuversicht kein Übermut werden.“

          Schwächen: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat im Gespräch mit der F.A.Z. gesagt: „Wir sind in der Europäischen Union. Aber die Pandemie hat eindeutig Schwächen der Europäischen Union aufgezeigt.“ Nationalstaaten müssten in kritischen Situationen „als Nationalstaaten“ agieren können. „Und natürlich ist es kein Ruhmesblatt für uns, wenn Staaten, die nicht Mitglied der EU sind, bei der Beschaffung von Impfstoff deutlich schneller waren.“ Wenn der europäische Weg länger dauere, dann müsse man „das ernst nehmen und die Reißleine ziehen“.

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          Janine Wissler und Dietmar Bartsch : Bild: dpa

          2. Mit Wissler und Bartsch in den Wahlkampf

          Janine Wissler und Dietmar Bartsch führen die Linkspartei in den Bundestagswahlkampf. Sie wollen einen Richtungswechsel und nicht „zurück zum kapitalistischen Normalzustand vor Corona“.

          Spitzenkandidaten: Der Parteivorstand hat die 39 Jahre alte Parteivorsitzende und den 63 Jahre alten Fraktionschef im Bundestag mit knapp 87 Prozent gewählt. Wissler war lange Mitglied der trotzkistischen Splittergruppe Marx21 und steht für den linken Flügel der Partei, der dem Regieren kritisch gegenübersteht. Bartsch gehört zu den moderaten Reformern der Partei und setzt sich für das Regieren und Bündnisse mit der SPD ein.

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