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F.A.Z. Frühdenker : Der umstrittene Impfstoff ist sicher

Die Untersuchung ist abgeschlossen: Der Impfstoff von Astra-Zeneca gilt als sicher. Bild: EPA

Das Vakzin von Astra-Zeneca gilt als sicher und darf in Deutschland wieder verimpft werden, der Missbrauchsskandal erschüttert das Erzbistum Köln und Joachim Löw hat die Qual der Wahl. Der Newsletter für Deutschland.

          7 Min.

          Das Wichtigste für Sie an diesem Freitag: Deutschland impft wieder mit Astra-Zeneca, das Erzbistum Köln ist erschüttert und der Frühling kommt – bald.

          Tatjana Heid
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          1. Astra-Zeneca wieder im Einsatz
          2. Eine harte Bremse
          3. Grüne stellen Entwurf für Wahlprogramm vor

          4. Erschütterung im Erzbistum Köln
          5. Amerikas neue Migrationskrise
          6. Wen beruft Löw in den DFB-Kader?
          7. Der Frühling kommt

          Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkündet das Ende des Impfstopps.
          Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkündet das Ende des Impfstopps. : Bild: Reuters

          1. Astra-Zeneca wieder im Einsatz

          Deutschland hat den Impfstopp für das Vakzin von Astra-Zeneca aufgehoben. Noch an diesem Freitag sollen die Impfungen wieder aufgenommen werden.

          Entscheidung: Die Europäische Arzneimittelagentur (Ema) hat gestern entschieden, an dem Astra-Zeneca-Impfstoff festhalten zu wollen. „Dieses Vakzin ist sicher und wirksam“, ließ die Ema wissen. Es werde aber eine Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln in Hirnvenen bei den Nebenwirkungen aufgenommen. Dieser Auffassung schloss sich die Bundesregierung an: Schon von diesem Freitag an soll Astra-Zeneca wieder verimpft werden, allerdings versehen mit einem Warnhinweis. Der Aufklärungsbogen für Patienten wird entsprechend angepasst. Aus den Ländern sind keine Probleme zu erwarten, denn das Vakzin ist dort ohnehin vorrätig.

          Impfgipfel: Am Nachmittag beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen bei den Impfungen. Wichtiges Thema ist dabei die Einbindung der Hausärzte, die spätestens am 19. April mit den Impfungen beginnen sollen.

          Hintergrund: Astra-Zeneca ist als dritter Corona-Impfstoff zugelassen worden, er spielt eine wichtige Rolle in der Impfstrategie der EU. Das Präparat muss nicht so stark gekühlt werden, deswegen bietet es sich für Hausärzte an. Der britisch-schwedische Hersteller hat allerdings Lieferschwierigkeiten, plant jedoch im zweiten Quartal 70 Millionen Dosen an die Europäische Union zu liefern. Bereits gestern haben sich mehrere Ministerpräsidenten dafür ausgesprochen, auch den russischen Impfstoff Sputnik V so schnell wie möglich in der EU zuzulassen.

          Mehr zum Thema im F.A.Z. Podcast für Deutschland: „Nicht mehr warten, Herr Spahn!“ – Hausärzte fordern vehement Astra-Impfstart in Praxen

          Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, ist nicht zufrieden.
          Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, ist nicht zufrieden. : Bild: dpa

          2. Eine harte Bremse

          Das Robert-Koch-Institut schätzt das Wachstum der Neuinfektionen als exponentiell ein. Lockerungen sind mittlerweile unrealistisch.

          Neuinfektionen: Der morgendliche Blick auf die Zahlen des Robert-Koch-Instituts dürfte nicht nur für Gesundheitspolitiker ein Stressfaktor sein. Immer mehr Menschen fragen sich, wann und ob überhaupt Lockerungen in Kraft treten. Und jeden Morgen schält sich die Erkenntnis ein wenig mehr heraus: So bald wird das wohl nicht der Fall sein. Die Neuinfektionen steigen, die Sieben-Tage-Inzidenzen ebenfalls und die Impfungen sind noch immer nicht richtig angerollt.

          Bild: F.A.Z.

          Notbremse: Nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag machten Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) klar: Die vereinbarte Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 ist nicht als flexible, sondern als „harte Notbremse“ zu betrachten.

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