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F.A.Z.-Frühdenker : Verlängerung im Duell zwischen Laschet und Söder

Armin Laschet oder Markus Söder: Wer gibt nach? Bild: dpa

Armin Laschet und Markus Söder kämpfen weiter um die Kanzlerkandidatur. Das Leben von Alexej Nawalnyj hängt am seidenen Faden. Und beim FC Bayern wird ein neuer Trainer gesucht. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          8 Min.

          Das Wichtigste für Sie an diesem Montag: Die Grünen wollen heute verkünden, wer für sie um das Kanzleramt kämpfen soll. In der Union geht der Machtkampf in der K-Frage in die Verlängerung. Und beim Thema Impfen gibt es gute Nachrichten.

          Rebecca Boucsein
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          1. Keine Einigung zwischen Laschet und Söder
          2. Baerbock oder Habeck?
          3. Impfungen für alle im Mai?

          4. Angst um Nawalnyjs Leben 
          5. Autobranche blickt nach Schanghai
          6. Zieht es Hansi Flick zum DFB?
          7. Das wird diese Woche wichtig

          Unklare Lage in der Union: Das Ringen um die Kanzlerkandidatur geht weiter.
          Unklare Lage in der Union: Das Ringen um die Kanzlerkandidatur geht weiter. : Bild: dpa

          1. Keine Einigung zwischen Laschet und Söder

          Die selbstgesetzte Frist zur Einigung ist verstrichen, der Machtkampf geht weiter: Armin Laschet und Markus Söder kämpfen weiter verbissen um die Kanzlerkandidatur für die Union.

          Machtkampf: Die Union hat weiter keinen Kandidaten für das Kanzleramt. Nach knapp dreieinhalb Stunden ist das Treffen von CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder zur Klärung der Kanzlerkandidatenfrage in der Union ergebnislos zu Ende gegangen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Montagmorgen. Söder und Laschet hatten sich am späten Sonntagabend im Bundestagsgebäude in Berlin getroffen, nachdem Bayerns Ministerpräsident nach übereinstimmenden Berichten mit einem Privatflugzeug in Berlin angereist war. Über das weitere Vorgehen in dem seit einer Woche andauernden Machtkampf wurde zunächst nichts mitgeteilt.

          Klärungsbedarf: Beide Kandidaten wurden von zahlreichen CDU-Politikern aufgefordert, sich zu einigen. Am Sonntagabend berieten der Landesverband Niedersachsen und die Junge Union. 14 Landesverbände der Jugendorganisation stellten sich mit deutlicher Mehrheit auf Söders Seite. Der nordrhein-westfälische Verband votierte für Laschet. Aus der CDU kam die Warnung, dass notfalls die Unionsbundestagsfraktion am Dienstag entscheiden werde.

          Unruhe: Seit Söder seine Ambition auf die Kanzlerkandidatur formuliert hat, wird er von seiner Partei geschlossen unterstützt. Ganz anders das Bild in der CDU, in der zuletzt die Sorge vor eine Spaltung zunahm und die Unterstützung für Laschet immer mehr bröckelte. Im Laufe der vergangenen Woche waren mehrere CDU-Ministerpräsidenten mehr oder weniger eindeutig von Laschet abgerückt.

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          Annalena Baerbock oder Robert Habeck: Wer tritt an?
          Annalena Baerbock oder Robert Habeck: Wer tritt an? : Bild: dpa

          2. Baerbock oder Habeck?

          Diszipliniert hat die Partei geschwiegen, nun wollen die Grünen verraten, wen sie ins Rennen um das Kanzleramt schicken. Für die Partei ist das ein historischer Tag.

          Habeck: Das Ziel hat Robert Habeck klar ausgegeben: „Ich will die Grünen in die Regierung führen“, sagte der Einundfünfzigjährige am Samstag, als er von den Kreisverbänden Flensburg und Schleswig-Flensburg als Direktkandidat für die Bundestagswahl nominiert wurde. Deutschland sei zu lange nicht von den Grünen regiert worden. „Das war nicht gut.“

          Baerbock: Ganz ähnlich klang Annalena Baerbock, als sie von den Brandenburger Grünen in Potsdam als Spitzenkandidatin nominiert wurde: „Wir fordern die Union heraus“, sagte die Vierzigjährige. „In diesem Jahr ist alles möglich, in diesem Jahr ist alles drin.“

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          Einigung: Die Parteichefs wollten sich untereinander einigen, wer als Kanzlerkandidat für die Grünen ins Rennen geht. Die Grünen wollen am heutigen Montag um 11 Uhr die Entscheidung bekanntgeben. Dann muss im Juni ein Parteitag zustimmen. Das gilt aber als sicher – egal wie die Entscheidung ausfällt. Die Partei zeigt sich geschlossen. Und für sie läuft es gut: In Umfragen liegen die Grünen als zweitstärkste Kraft seit Monaten mit mehr als 20 Prozent hinter der Union. Es ist das erste Mal, dass die Grünen eine Person für das Rennen um das Kanzleramt benennen.

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