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Neue Länder: Sehr willkommen : Immer mehr aus dem Westen studieren im Osten

Wunschuniversität Jena: Studenten im Hörsaal der Friedrich-Schiller-Universität Bild: dapd

Die Zahl der Studienanfänger aus dem Westen in den ostdeutschen Ländern hat sich nach Informationen der F.A.Z. deutlich erhöht: In Sachsen ist innerhalb von drei Jahren ein Anstieg um 150 Prozent zu beobachten.

          Immer mehr junge Frauen und Männer, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in den alten Ländern erworben haben, beginnen ein Studium in den neuen Ländern. Nach vorläufigen Zahlen des sachsen-anhaltischen Wissenschaftsministeriums, die dieser Zeitung vorliegen, erhöhte sich im Osten der Anteil der Studienanfänger aus dem Westen an der Gesamtzahl aller Studienanfänger zwischen dem Wintersemester 2008/09 und dem Wintersemester 2011/12 teilweise erheblich.

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Während etwa in Mecklenburg-Vorpommern im Wintersemester 2008/09 knapp 19 Prozent der Studienanfänger an staatlichen Hochschulen aus dem Westen kamen, werden es im Wintersemester 2011/12 schon gut 42 Prozent sein. Für Sachsen (Anstieg von knapp elf auf 29 Prozent), Sachsen-Anhalt (von knapp 16 auf gut 37) und Thüringen (von knapp 21 auf gut 38) ergibt sich ein ähnlicher Befund.

          Im Falle Sachsens bedeutet das einen Anstieg der Studienanfängerzahl aus dem Westen um 150, im Fall Sachsen-Anhalts um 128 Prozent. Einzig in Brandenburg, wo der Anteil schon 2008/09 mit knapp 42 Prozent vergleichsweise hoch war, lässt sich kaum ein Anstieg verzeichnen.

          Eine erfreuliche Entwicklung

          Durch den Zulauf aus dem Westen konnte gegen den demographischen Trend im Osten die Zahl der Studienanfänger insgesamt auf beinahe gleichbleibendem Niveau gehalten werden. Die sachsen-anhaltische Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) sagte dieser Zeitung, diese „erfreuliche Entwicklung“ sei nicht nur entsprechenden Marketingkampagnen, sondern auch den Hochschulen selbst zu verdanken. Freilich dürfte auch der Ansturm auf Hochschulen im Westen infolge der Aussetzung der Wehrpflicht und der doppelten Abiturjahrgänge eine wichtige Rolle gespielt haben.

          Sabine von Schorlemer, parteilose Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaats Sachsen, wo sich die Abiturientenzahl in den vergangenen fünf Jahren halbiert hat, sagte der F.A.Z., sie freue sich über das große Studieninteresse aus den alten Ländern. „Unsere Hochschulen haben für jeden einen Platz im Hörsaal.“ Frau Wolff sagte, der Osten könne „ein bisschen stolz darauf sein, dem Westen dabei zu helfen, den Studentenüberhang zu bewältigen“.

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