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Nach Brand im Maschinenraum : „Azamara Quest“ erreicht Hafen

  • Aktualisiert am

Sicher im Hafen von Sandakan Bild: dapd

Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ist ein Kreuzfahrtschiff in Not geraten. Nach einem Brand im Maschinenraum war die „Azamara Quest“ zeitweise manövrierunfähig, nun liegt sie im Hafen von Sandakan in Malaysia.

          Wieder geriet ein Kreuzfahrtschiff in Not: Auf dem Luxusliner „Azamara Quest“ mit etwa 1000 Menschen an Bord ist vor der Küste Borneos ein Feuer ausgebrochen. Der Brand im Maschinenraum konnte am Freitagabend schnell gelöscht werden, teilte die in Malta ansässige Reederei Azamara Club Cruises mit. Das Schiff trieb zunächst ohne Antrieb auf dem Wasser, erreichte am Sonntag aber aus eigener Kraft den Hafen von Sandakan in Malaysia. Das sagte die für Deutschland zuständige Reederei-Sprecherin Marina Noble. Allen Passagieren gehe es gut. Fünf Crewmitglieder wurden durch Rauchgase verletzt, eines schwer.

          Nach Angaben des Auswärtigen Amtes waren Mitarbeiter darauf vorbereitet, die 36 Deutschen zu betreuen, sobald sie an Land gegangen sind.

          Nach dem Feuer sei der Strom an Bord vorübergehend ausgefallen, hieß es bei der Reederei. Erst nach Stunden konnten die sanitären Anlagen, Wasserversorgung, Küchen und Kühlung wieder betrieben werden. Die Klimaanlage arbeite nicht, die Stimmung unter den Passagieren sei aber ruhig geblieben. Azamara-Präsident Larry Pimentel wollte die Passagiere persönlich erwarten, um deren Weiter- oder Heimreise sicherzustellen. Außer der vollen Erstattung des Reisepreises soll jeder Gast einen Kreuzfahrt-Gutschein in gleicher Höhe erhalten.

          Das Fünf-Sterne-Schiff hatte Hongkong am 26. März verlassen und war nach einem Stopp in Manila auf den Philippinen auf einem großen Südostasien-Trip unterwegs nach Singapur. Azamara Club Cruises ist eine Marke des Kreuzfahrtkonzerns Royal Carribean, der insgesamt 40 Schiffe besitzt.

          Die Havarie ist der dritte größere Unfall mit einem Kreuzfahrtschiff in diesem Jahr. Am 13. Januar lief die „Costa Concordia“ wahrscheinlich wegen eines Fehlers des Kapitäns vor der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen. Dabei starben 32 Menschen.

          Gut sechs Wochen danach havarierte das Schwesterschiff „Costa Allegra“ nach einem Brand vor den Seychellen. Die Reisenden mussten drei Tage lang ohne Strom und Klimaanlage nur mit einer Notversorgung in tropischer Hitze an Deck ausharren.

          Ein Schwesterschiff der verunglückten „Costa Concordia“ wurde am Wochenende im Hafen der texanischen Stadt Galveston vorübergehend beschlagnahmt. Damit sollten nach Auskunft eines amerikanischen Anwalts mögliche Schadenersatzleistungen an einen deutschen Kläger abgesichert werden. Das Schiff konnte aber doch planmäßig zu einer Kreuzfahrt aufbrechen, wie der Jurist John Eaves.

          Er vertritt die Rechte des Sohnes einer beim „Concordia“-Unfall getöteten deutschen Touristin. Nach Angaben des Anwalts wurde eine Freigabe an die Bedingung geknüpft, dass Carnival 10 Millionen Dollar (etwa 7,5 Millionen Euro) als Sicherheit hinterlege. Ob sich beide Seiten tatsächlich auf diese Summe verständigten, teilte Eaves unter Hinweis auf vereinbarte Vertraulichkeit nicht mit.

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