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Nach Belästigungsvorwürfen : Weißer Ring stellt Anzeige gegen früheren Mitarbeiter

  • Aktualisiert am

Informationsmaterial des Weißen Rings: Die Hilfsorganisation fordert Opfer auf, sich Hilfe zu suchen. Bild: dpa

„Ich schäme mich.“ Die Bundesvorsitzende des Weißen Rings findet deutliche Worte zu den Belästigungsvorwürfen gegen einen ehemaligen Mitarbeiter. Die Organisation stellt nun Strafanzeige.

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          Ein 73 Jahre alter ehemaliger Außenstellenleiter der Opferhilfeorganisation Weißer Ring steht unter dem Verdacht, hilfesuchende Frauen sexuell belästigt und genötigt zu haben. Die Organisation stellt nun Strafanzeige gegen den Lübecker Mitarbeiter. „Ich schäme mich“, sagte die Bundesvorsitzende Roswitha Müller-Piepenkötter am Montag in Mainz.

          Bisher haben sich nach Angaben des Weißen Rings zwölf mutmaßliche Opfer gemeldet. Die Vorwürfe bezögen sich vor allem auf das Jahr 2016. Nach Müller-Piepenkötters Ansicht reagierte der Landesverband Schleswig-Holstein zunächst „zögerlich und völlig unangemessen“. Der Bundesvorstand habe den Landesverband im Sommer 2017 nach den ersten Hinweisen aufgefordert, den Mitarbeiter sofort abzuberufen. Das sei nicht geschehen – obwohl es beim Weißen Ring so Grundsatz sei.

          Am Wochenende war die Spitze des Landesverbandes zurückgetreten. Müller-Piepenkötter kündigte an, dass der Bundesvorstand am Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung zusammenkomme. Es solle diskutiert werden, ob der Bundesverband auch am Landesverband vorbei auf solch einen Vorfall reagieren könne.

          Bereits 2012 sollen bei der Lübecker Polizei und der Beratungsstelle Lübecker Frauennotruf Hinweise eingegangen sein, die auf ein Fehlverhalten des Beraters gegenüber Frauen hindeuteten. Die Polizei soll seit Ende 2016 keine weiblichen Opfer von Sexualstraftaten mehr zum Weißen Ring in Lübeck geschickt haben.

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