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Frankfurt : Mutmaßlicher Terrorhelfer festgenommen

  • -Aktualisiert am

Ein Screenshot aus einem Video aus dem Dezember 2011 zeigt ein Ausbildungslager für radikale Islamisten in Pakistan Bild: Reuters

Ein 27 Jahre alter Deutscher ist in Frankfurt unter dem Verdacht festgenommen worden, an einer Kampfausbildung der Terrorgruppe Jabhat al-Nusra in Syrien teilgenommen zu haben.

          Abermals ist ein deutscher Islamist nach seiner Rückkehr aus Syrien festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, soll Soufiane K. aus Rüsselsheim, der arabische Wurzeln hat und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, im Juli vergangenes Jahres ausgereist sein. Zwei Monate später habe er sich dann der Terrorgruppe Jabhat al-Nusra angeschlossen. Nach Erkenntnissen der Polizei hat der 27 Jahre alte Hesse bis Juni dieses Jahres als Mitglied in der terroristischen Vereinigung gewirkt, offenbar mit dem Ziel, einen allein auf der Scharia gegründeten Gottesstaat aufzubauen.

          Soufiane K. soll sich während seiner Zeit in Syrien gezielt auf Kampfhandlungen vorbereitet haben. Er steht unter dem Verdacht, eine Kampfausbildung durchlaufen zu haben und sich unter anderem eine Kalaschnikow sowie ein Maschinengewehr beschafft zu haben. Anschließend soll er an den täglichen Lagebesprechungen der örtlichen Jabhat al-Nusra-Mitglieder teilgenommen haben, wie die Bundesanwaltschaft weiter mitteilte. Unter anderem versah er Wachdienste an Sicherheitsposten der Organisation. Ende Juni 2014 verließ Soufiane K. Syrien und kehrte nach Deutschland zurück - unter strenger Beobachtung durch die Sicherheitsbehörden.

          Inzwischen gilt als sicher, dass er sich auch nach seiner Einreise nach Deutschland weiterhin der Jabhat al-Nusra und ihren Zielen verpflichtet fühlte. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erließ schließlich Haftbefehl gegen den Siebenundzwanzigjährigen wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Beamte des hessischen Landeskriminalamts nahmen den jungen Mann in Frankfurt fest. Er wird heute in Karlsruhe dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt.

          Nicht der erste Fall im Rhein-Main-Gebiet

          Soufiane K. ist nicht der erste Islamist aus dem Rhein-Main-Gebiet, der nach seiner Rückkehr festgenommen worden ist und dem nun eine Anklage wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung droht. Erst im März war der Frankfurter Fatih I. aus Frankfurt verhaftet worden. Der Sechsundzwanzigjährige war gemeinsam mit zwei weiteren Beschuldigen aus Berlin und Köln nach Syrien ausgereist und soll dort die Terror-Organisation „Islamischer Staat“ unterstützt haben. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft war er seit Januar dieses Jahres damit befasst, Ausrüstung und Geld für die Kämpfer zu beschaffen. Auch Fatih I. hatten die Sicherheitsbehörden schon länger im Blick. Wie die meisten der bisher ausgereisten Islamisten hatte auch er sich zuvor an der „Lies“-Kampagne beteiligt und Korane verteilt.

          Derzeit läuft vor dem Oberlandesgericht Frankfurt ein Prozess gegen Kreshnik K. Dem 20 Jahre alten Frankfurter wird vorgeworfen, sich an Kämpfen auf Seiten des „Islamischen Staats“ in Syrien und im Irak beteiligt zu haben. Er war im Juli 2013 über Istanbul nach Syrien ausgereist. Ende vergangener Woche hatte er gestanden, fünf Monate lang der Terrormiliz in Syrien gedient zu haben.

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