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Anschlagspläne in Düsseldorf : Mutmaßlicher IS-Terrorist nach Deutschland überstellt

  • Aktualisiert am

Polizisten patrouillieren über den Marktplatz in der Düsseldorfer Altstadt. Dort wollten Terroristen im Auftrag der Terrororganisation „Islamischer Staat“ angeblich einen Terroranschlag verüben. Bild: dpa

In Paris hatte der mutmaßliche Terrorist Saleh A. Anschlagspläne für die Düsseldorfer Altstadt enthüllt. Jetzt wurde er den deutschen Behörden übergeben.

          Ein 29 Jahre altes mutmaßliches Mitglied der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) ist von Frankreich nach Deutschland überstellt worden. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mit. Der Syrer Saleh A. muss sich nun vermutlich vor einem deutschen Gericht verantworten.

          A. hatte sich im Februar in Paris den französischen Behörden offenbart und angebliche Terrorkomplizen verraten. Demnach sollten sich zwei Attentäter im Auftrag des IS in der Düsseldorfer Altstadt in die Luft sprengen, weitere dann mit Schusswaffen und Sprengsätzen so viele Menschen wie möglich töten. Zu konkreten Vorbereitungen sei es allerdings nicht gekommen, so die Bundesanwaltschaft.

          Im Juni waren die Anschlagspläne öffentlich geworden, nachdem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg drei mutmaßliche Mitglieder einer Terrorzelle festgenommen worden waren. Den Verhaftungen gingen monatelange Observationen voraus, ausgelöst von Saleh A. Er hatte den französischen Behörden am 1. Februar erzählt, er sei der Kopf einer Schläferzelle, die kurz vor einem Anschlag in Düsseldorf stehe.

          Wie seine drei mutmaßlichen Komplizen sitzt Saleh A. nun in Deutschland in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, er sei „dringend verdächtig“, Mitglied des IS zu sein. In dem Haftbefehl werde ihm zudem vorgeworfen, mit den im Juni festgenommenen Terrorverdächtigen, dem 28 Jahre alten Hamza C., dem 25 Jahre alten Mahood B. und dem 31 Jahre alten Abd Arahman A. K., „verabredet zu haben, für den IS in Deutschland einen Anschlag zu begehen“. Anklage gegen die Männer wurde noch nicht erhoben.

          Saleh A. war seit dem 26. März 2015 in einer Flüchtlingsunterkunft in Kaarst bei Düsseldorf gemeldet. Zur Frage, warum er sich im Februar ausgerechnet den französischen Behörden gestellt hatte, hatte der Syrer widersprüchliche Angaben gemacht. Auch bei weiteren Fragen der Ermittler hatte er sich mehrmals in Widersprüche verstrickt.

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