https://www.faz.net/-gpc-971pm

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Unsere Autorin: Anna-Lena Ripperger Bild: Robert Wenkemann

Montag, 25. Januar : Zwischen Drohungen und Gesprächsbereitschaft

  • Aktualisiert am

          3 Min.

          Liebe Leserin, lieber Leser,

          wann kommen sie endlich, die richtig guten Corona-Nachrichten? Wann wiegen die Erfolge die Rückschläge bei der Virus-Bekämpfung auf, überstrahlen sie gar? Am Wochenende schienen sich gute und schlechte Nachrichten zumindest die Waage zu halten, schreibt mein Kollege Thomas Holl in seinem Kommentar. Die Ankündigung des britisch-schwedischen Herstellers Astra-Zeneca, genau wie Biontech-Pfizer weniger Impfstoff liefern zu können, sorgte zwar nicht nur bei der EU-Kommission für Unmut – auch Berlin geriet wieder in Erklärungsnot, erhielt die Kritik an der Beschaffungsstrategie der Bundesregierung damit doch neue Nahrung.

          Aber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) konnte auch einen Erfolg vermelden: Er kündigte an, dass in Deutschland als erstem EU-Land bald Antikörper-Medikamente zur Behandlung von Covid-Patienten eingesetzt würden. Deutschland kauft insgesamt 200.000 Dosen bei zwei amerikanischen Firmen, die in den Vereinigten Staaten jeweils über eine Notfallzulassung verfügen. Mit einem der beiden Präparate wurde im Herbst schon der damalige amerikanische Präsident Donald Trump behandelt. 

          Astra-Zeneca muss sich erklären

          Um bei der europaweiten Impfkampagne nicht noch weiter zurückzufallen, drohte die EU-Kommission Astra-Zeneca nach der Hiobsbotschaft vom Freitag am Sonntag mit juristischen Schritten. Heute muss sich das Unternehmen vor der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten im zuständigen Lenkungsausschuss erklären und soll dort auch einen Lieferplan vorlegen. Bisher wurde mit einer EU-Zulassung des Astra-Zeneca-Vakzins in dieser Woche gerechnet. Warum Berlin und Brüssel auf den neuen amerikanischen Präsidenten Joe Biden setzen, um bei der bislang eher schleppend verlaufenden Impf-Kampagne voranzukommen, erklärt mein Kollege Werner Mussler.

          Gespräche zwischen Athen und Ankara

          Nach einer Unterbrechung von fast fünf Jahren wollen Griechenland und die Türkei heute in Istanbul wieder direkte Gespräche über ihre Streitfragen im Mittelmeer führen. Zwischen den Regierungen beider Länder herrscht allerdings keine Einigkeit darüber, welche Aspekte die Gespräche umfassen sollen. Athen will über die Abgrenzung der Hoheitsgebiete reden, Ankara etwa auch über die Demilitarisierung der griechischen Ägäis-Inseln. Ein Durchbruch ist zwar nicht zu erwarten; dass die Gespräche zustande kommen, ist aber schon ein Fortschritt. Warum die griechische Regierung Deutschland vorwirft, als Vermittler in dem Konflikt versagt zu haben, hat unser Griechenland-Korrespondent Michael Martens aufgeschrieben.

          Und sonst? Beraten die EU-Außenminister über das weitere Vorgehen nach der Festnahme des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalnyj. Am Wochenende ist es in Russland wegen der Festnahme zu den größten Protesten seit Jahren gekommen. Wird die Anklageschrift für ein zweites Impeachment-Verfahren gegen den früheren amerikanischen Präsidenten Donald Trump dem Senat vorgelegt. Beraten die 27 deutschen Diözesanbischöfe nach Vorstößen evangelischer Theologen über eine gemeinsame Stellungnahme zum assistierten professionellen Suizid. Beginnt das Weltwirtschaftsforum in Davos – zum ersten Mal in seiner Geschichte in virtueller Form.

          Die Nacht in Kürze:

          Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat in der neuen App Clubhouse Details über die Corona-Beratungen mit Angela Merkel verraten. Seine Äußerungen stoßen auf Kritik – auch bei seinem Innenminister.

          In Portugal ist der amtierende Präsident Marcelo Rebelo de Sousa in der ersten Wahlrunde wiedergewählt worden. Das Land an der Algarve erreichte am Wahltag einen Corona-Höchststand.

          Bei einem Unfall eines Kleinflugzeugs sind in Brasilien vier Fußballspieler und der Präsident des Vereins Palmas Futebol e Regatas ums Leben gekommen. Auch der Pilot starb bei dem Unglück am Sonntagmorgen im zentralbrasilianischen Bundesstaat Toncantin, wie der Viertligist mitteilte.

          Einen guten Start in die neue Woche wünscht Ihnen

          Anna-Lena Ripperger

          Die meisten Artikel zum Coronavirus und unseren Corona-Newsletter lesen Sie kostenlos. Aber nicht alle Texte können wir verschenken. Wir freuen uns, wenn Sie unseren unabhängigen und verlässlichen Journalismus mit einem F+Abo unterstützen. Aktuell können Sie für nur 1 € in der Woche alle exklusiven Inhalte auf FAZ.NET lesen – dieses Angebot gilt nur für kurze Zeit.

          Wie gefällt Ihnen dieser Newsletter? Haben Sie Verbesserungsvorschläge? Welche Themen interessieren Sie? Schreiben Sie uns: Newsletter@faz.de

          Topmeldungen

          Ob er gerade spielt? Ramelow im Juli 2020 im Thüringer Landtag

          PR-Profis auf Clubhouse : Besser als „Bodo“

          Clubhouse gilt als Trend-App und hat in Deutschland nun das erste PR-Desaster verursacht. Wie verhält man sich richtig in den virtuellen Quasselrunden? Wie aktiv sind die PR-Agenturen schon? Und lohnt es sich, dabei zu sein?
          „Die Antikörper-Medikamente eignen sich vor allem für Risikopatienten wie Heimbewohner oder Immunsupprimier“:Virologin Sandra Ciesek.

          Virologin Sandra Ciesek : „Schnell gegen Coronavirus-Mutanten eingreifen“

          Coronavirus-Varianten herrschen hierzulande noch nicht vor. Nach Ansicht der Virologin Sandra Ciesek müssen sie aber rasch bekämpft werden. Im Interview spricht die Frankfurter Wissenschaftlerin auch über die neuen Antikörper-Medikamente.
          Der frühere britische Premierminister Gordon Brown im September 2014, wenige Tage vor dem Referendum, im schottischen Clydebank

          Schottische Unabhängigkeit : Ein gescheitertes Königreich?

          Der frühere britische Premierminister Gordon Brown schlägt Alarm: Die Pandemie hat den Unabhängigkeitsdrang vieler Schotten nicht gebremst. Es drohe das Ende des Vereinigten Königreichs.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.