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Neue Nasa-Erkenntnisse : Der Mond schrumpft

  • Aktualisiert am

Der Mond wird kleiner – zumindest ein bisschen. Bild: Reuters

Weil der einst deutlich heißere Mond nach und nach auskühlt, hat er in den vergangenen mehr als hundert Millionen Jahren an Größe eingebüßt. Sein schrumpfender Durchmesser hat Nasa-Erkenntnissen zufolge einen weiteren Effekt.

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          Eine am Montag veröffentlichte Analyse von Aufnahmen der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa belegt, dass der Mond langsam kleiner wird. Grund dafür ist die Tatsache, dass der einst deutlich heißere Mond nach und nach auskühlt. Etwa 50 Meter hat er dadurch bereits an Durchmesser verloren – allerdings innerhalb mehrerer hundert Millionen Jahre.

          Bei seiner Entstehung vor knapp 4,5 Milliarden Jahren war die Temperatur des Mondes noch deutlich höher gewesen. Dass er schrumpft, hat auf ihn einen ähnlichen Effekt wie wenn eine Weintraube nach und nach zur Rosine wird: Es entstehen Falten in der Oberfläche. Weil der Mond kleiner wird, kommt es außerdem dort immer wieder zu Erdbeben – diese hatten schon die Astronauten der Apollo-Missionen in den 60er- und 70er-Jahren gemessen. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Beben meist tief unter der Erde passieren und nur selten an der Oberfläche.

          Die jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ veröffentlichte Analyse untersucht, welche Zusammenhänge es zwischen den von den Astronauten beobachteten Beben an der Mondoberfläche und noch recht jungen Merkmalen dieser Oberfläche gibt. Bei der Auswertung von mehr als 12.000 Bildern kamen die beteiligten Forscher zu dem Schluss, dass etwa das Becken namens Mare Frigoris nahe dem Mond-Nordpol sich verschiebt und Brüche aufweist. Lange war davon ausgegangen worden, dass es dort keinerlei geologische Bewegung gibt.

          Unterdessen treibt Amerikas Präsident Donald Trump seine Pläne für eine Rückkehr der Amerikaner zum Mond voran. Er forderte den Kongress am Montag auf, der Raumfahrtbehörde Nasa kommendes Jahr zusätzliche Mittel in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar zu bewilligen. Der Nasa-Jahresetat würde damit auf 22,6 Milliarden Dollar steigen. Die Trump-Regierung beabsichtigt, bis spätestens 2024 wieder Amerikaner auf den Mond zu schicken. Die Nasa selbst hatte ursprünglich 2028 angepeilt. Zuletzt waren 1972 Astronauten auf dem Erdtrabanten. Trump schrieb auf Twitter, nach dem Mond sei das nächste Ziel der Mars.

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