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Initiative für Frauen im All : Die Astronautin

„Bevor ich auf dem Sofa sterbe, verglühe ich lieber im Weltall“, sagt Raumfahrerin Suzanna Randall, 38. Schon in der Abi-Zeitung stand über sie: „Suzie wird die erste Frau auf dem Mars.“ Bild: Jan Roeder

Schon als Kind wollte Suzanna Randall ins All fliegen. Jetzt könnte sie es tatsächlich schaffen. Als erste Frau aus Deutschland. Denn sie gehört zu den letzten zwei Anwärterinnen der privaten Initiative „Die Astronautin“.

          6 Min.

          Suzanna Randall hat eine außergewöhnliche Leidenschaft: Sie mag Sterne, sie erforscht Sterne. Die promovierte Astrophysikerin arbeitet an der Südsternwarte in Garching, dort hat sie ihren Lieblingsstern gefunden: „Er heißt EC 20117-4014“, erzählt sie. „Kann man sich leicht merken, wie eine Telefonnummer.“ Schnell fasst die Astronomin für den Laien zusammen, was der „EC 20117-4014“ für einer ist: Er gehört zu den pulsierenden blauen Unterzwergsternen, ist also heiß (deshalb die blaue Farbe) und winzig (deshalb Unterzwerg) und zirka 2000 Lichtjahre entfernt von der Erde. Viel zu weit, um ihn am Firmament zu sehen. „Viel zu weit, um ihn je zu besuchen“, fügt die 38-Jährige bedauernd hinzu.

          Bettina Weiguny
          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit etwas Glück aber kommt sie ihm bald ein kleines bisschen näher: Randall will die erste deutsche Frau im All sein. Der Traum könnte demnächst wahr werden, dank der privat finanzierten Initiative „Die Astronautin“. Diese will in den kommenden Jahren eine deutsche Frau zur Raumstation ISS entsenden. 400 Frauen hatten sich für das Weltraum-Ticket beworben, Randall ist eine von zwei Kandidatinnen, die sich nun auf die Mission vorbereiten dürfen. Nur eine von den beiden wird fliegen. Welche, das stellt sich am Ende des Verfahrens heraus. „Das Schlimmste wäre, wenn keine von uns beiden fliegen könnte.“

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