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Hilfreiche Investition : Der Esa-Chef lobt die chinesische Mondlandung

Bange Blicke auf die Monitore: Mit der Mond-Expedition meldet China als Weltraummacht an. Bild: dpa

China landet als erstes Land auf der Mond-Rückseite. Der Chef der europäischen Weltraumbehörde begrüßt das Projekt – es kostet mehrere hundert Millionen Euro.

          3 Min.

          Als Neil Armstrong 1969 erstmals auf dem Mond spazierte, war seine Mondlandefähre Eagle kurz zuvor auf der erdzugewandten Seite gelandet. Auch die späteren Mondraketen der Russen und Chinesen landeten alle auf der Vorderseite des Mondes. Am frühen Donnerstagmorgen hat China nun als erstes Land der Welt eine Raumsonde auf die Rückseite des Mondes gebracht. Weil die Funkwellen dort viel schwieriger hinkommen, war dort bisher noch keine Raumsonde gelandet. Den Chinesen ist das jetzt mit Hilfe eines Übertragungssatelliten gelungen, den sie schon im Mai angebracht hatten.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die chinesischen Staatsmedien feiern die Landung. Der leitende Designer der Mondmission, Wu Weiren, sagte gegenüber China Central Television, China sei auf dem Weg, eine starke Raumfahrtnation zu werden. Das sei ein Meilenstein auf dem Weg dorthin. Lob kommt auch aus Europa: „Eine tolle technologische Leistung ist das. Natürlich habe ich meinen chinesischen Kollegen gleich eine E-Mail geschickt und gratuliert“, sagte Jan Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) gegenüber der F.A.Z. Technisch hätte Europa das auch gekonnt. „Die Esa kann aber immer nur das machen, wofür die Esa-Länder ihr Geld geben. Für eine richtige Mondlandung haben wir noch kein Geld bekommen.“

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