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Mission von Apollo 10 : Der Mond, zum Greifen nah

Blick von der Landefähre „Snoopy“ auf das Mutterschiff der Apollo-10-Mission, genannt „Charlie Brown“ Bild: Reuters

Vor 50 Jahren flog Apollo 10 zum Mond. Die Mission war die erfolgreiche Generalprobe für die erste bemannte Mondlandung – und machte unter anderem durch Flüche und einen Weltrekord von sich reden.

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          Die Astronauten von Apollo 10, die vor 50 Jahren als zweite bemannte Mission zum Mond und zurück reisten, hatten als „Generalprobe“ für die erste bemannte Mondlandung viele Herausforderungen zu meistern. Eine der vielleicht größten war psychologischer Art: Sie würden fast alle Risiken der Mission Apollo 11 eingehen, fast alle Abläufe erproben, fast alle Handgriffe testen. Die historische Landung aber würden sie ihren Kollegen überlassen müssen. In einer Höhe von etwas mehr als 14 Kilometern über der Oberfläche, wenn die Krater und Gesteinsbrocken schon zum Greifen nahe schienen, mussten sie umkehren.

          Sibylle Anderl
          Redakteurin im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Vielleicht auch um den Astronauten Gewissenskonflikte zu ersparen, hatte die amerikanische Raumfahrtbehörde (Nasa) aber vorgesorgt. Der Bordcomputer verfügte nicht über die nötige Software für die Landung, außerdem war die Mondlandefähre nicht mit ausreichend Treibstoff betankt, um vom Mond wieder aufzusteigen. So blieb es für die Besatzung bei der besten Aussicht auf die Mondoberfläche, die bis dahin Menschen vergönnt gewesen war: „Hey, ich sag’ euch, wir sind tief! Wir sind nah, Baby“, rief Eugene Cernan, der Pilot der Mondlandefähre, während der Annäherung seinen Kollegen per Funk zu. Cernan würde einige Jahre später als Kommandant von Apollo 17 zum Mond zurückkehren – und dann auch landen dürfen. Bis heute ist er der letzte Mensch, dessen Fuß die Mondoberfläche berührte.

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