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: Mit Wasserstoff in die Zukunft

  • -Aktualisiert am

„Ab dem Jahr 2020 dürfen nur noch Autos zugelassen werden, die über einen umweltfreundlichen Antrieb verfügen.“ Herkömmliche Verbrennungsmotoren müssten durch Wasserstoff- und Hybridtechnik abgelöst werden.

          „Ab dem Jahr 2020 dürfen nur noch Autos zugelassen werden, die über einen umweltfreundlichen Antrieb verfügen.“ Herkömmliche Verbrennungsmotoren müssten durch Wasserstoff- und Hybridtechnik abgelöst werden. - So lautet nicht die Vision irgendeines Öko-Visionärs, sondern eine Forderung des CSU-Generalsekretärs Markus Söder. Auch Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf erklärte vor kurzem, langfristig müsste aus der Kohlenstoffwirtschaft eine klimaverträgliche Wasserstoffwirtschaft entwickelt werden.

          Das Thema Wasserstoff wird mehr und mehr zum Dauerbrenner. Angesichts der lebhaften Energie- und Umweltdebatte erfährt dieser so genannte Kraftstoff der Zukunft neue Zuwendung. Dieses Mal von hoher Ebene: Die Bundesregierung hat bereits ein Nationales Innovationsprogramm zur Förderung der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Entwicklung gestartet, und die Automobilunternehmen geraten zunehmend unter Druck, nach der versäumten Vermarktung der Hybridtechnik nicht auch noch die Brennstoffzellen-Technik zu verschlafen.

          Reizvoll aus energie- und umweltpolitischer Sicht ist diese Thematik, weil Wasserstoff mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt werden kann und bei der Verbrennung keine schädlichen Emissionen entstehen. Lediglich geringe Mengen Stickoxide entstehen, wenn der Sekundärenergieträger in Verbrennungsmotoren umgesetzt wird, wie es BMW vorhat.

          Der Münchener Automobilkonzern präsentierte während der Auto-Show in Los Angeles Ende 2006 die mittlerweile siebte Generation eines wasserstoffbetriebenen BMW-Personenwagens: den Hydrogen 7. Die 7er Limousine, die auf Basis des 760 Li entwickelt wurde, hat den gleichen Produktentstehungsprozess hinter sich, der im Hause BMW auch bei konventionellen Fahrzeugen üblich ist. Damit ist nach Angaben der Münchener eine Stufe erreicht, die über den Entwicklungsstand aller bisherigen Prototypen auf Wasserstoffbasis hinausreiche.

          Der 12-Zylindermotor kann wie schon bei den bisherigen Modellen bivalent mit Wasserstoff oder Superbenzin betrieben werden, dennoch handelt es sich nicht länger um einen umgebauten Benzinmotor. Die einzelnen Komponenten wurden individuell angepasst, um so viel Energie wie möglich aus dem Zukunftskraftstoff herausholen zu können. Der Konzern bezeichnet das Auto als einen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität.“ Noch im Laufe dieses Jahres soll damit begonnen werden, rund 100 dieser Clean-Energy-Fahrzeuge an ausgewählte Kunden zu verleasen.

          DaimlerChrysler favorisiert demgegenüber - wie auch fast alle anderen Autohersteller - die Brennstoffzelle als Energiewandler. Erst Ende Januar übergab das deutsch-amerikanische Unternehmen ein A-Klasse Modell an die Feuerwehr von Sacramento in Kalifornien. Dort wird der Mercedes-Benz F-Cell zukünftig als Kontrollfahrzeug eingesetzt, um einen Ausblick auf das Nutzungspotential von Brennstoffzellenfahrzeugen zu vermitteln.

          „Dieses Programm zeigt, wie DaimlerChrysler die an Industrie und Politik gestellte Herausforderung annimmt, alltagstaugliche Alternativen zu konventionellen Antriebsformen zu entwickeln“, sagte Professor Herbert Kohler, Leiter der Konzernforschung. Bei dem Wasserstoffauto handelt es sich um eines von insgesamt 100 Fahrzeugen, die in den vergangenen Monaten von DaimlerChrysler an verschiedene Kunden zu Testzwecken ausgeliefert wurden.

          Ford stellte Anfang des Jahres auf der Detroit Motorshow sein neues Airstream-Konzept vor. Die praktische Umsetzung dieser gemeinsam von Ford und Airstream entwickelten Studie wurde kurz darauf während der Washington DC Auto Show präsentiert: der Ford Edge, in dem erstmalig das neue HySeries DriveSystem zu sehen ist.

          Bei dem Ford Edge handelt es sich um das weltweit erste Brennstoffzellen-Hybrid-Elektrofahrzeug mit Plug-In-Potential. Die HySeries Drive-Technologie sieht vor, dass wahlweise Brennstoffzellen, Benzin- oder Dieselgeneratoren zur Versorgung des installierten Elektroantriebs eingesetzt werden. „Dieses Fahrzeug bietet Ford die ultimative Flexibilität zur Erforschung fortschrittlicher Antriebssysteme“, erklärte Gerhard Schmidt, Vize-Präsident der Ford-Forschungsabteilung.

          Bis diese Autos allerdings für alle erfahrbar werden, könnten noch zehn oder mehr Jahre vergehen. Bisher ist die Technik zu teuer und die Reichweite zu gering. Zudem gibt es deutschlandweit nur fünf Wasserstofftankstellen. Zunächst müssen wir uns daher noch einige Jahre mit Nischenanwendungen begnügen, zum Beispiel mit Brennstoffzellensystemen als externe Energieversorger für Luxus-Campingmobile.

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