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Leichtathletik : Dibabas Weltrekord und Storls Serie

  • Aktualisiert am

Grund zum Strahlen: Genzebe Dibaba läuft Weltrekord Bild: dpa

Genzebe Dibaba läuft so schnell wie niemand zuvor. Auch Verena Sailer und Nadine Hildebrand sind äußerst flott unterwegs. Und Kugelstoßer Storl beherrscht die schwere Konkurrenz.

          2 Min.

          Es war – rein optisch betrachtet – ein Kontrast, der die ganze Bandbreite der Leichtathletik zeigt. Hier der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl, 1,99 Meter groß, um die 120 Kilo schwer, und doch einer der Leichteren in seinem Metier – dort die zierliche Läuferin Genzebe Dibaba aus Äthiopien, die bei 1,68 Meter gerade mal 52 Kilo auf die Waage bringt. Aber beide haben dem 30. Leichtathletik-Meeting am Samstag in Karlsruhe Glanz verliehen.

          Wobei die jüngere Schwester der dreimaligen Langstrecken-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba der Coup des Abends gelang. Es dauerte ein paar Sekunden, bis die 4000 Zuschauer in der Europahalle vom Hallensprecher erfuhren, dass die 3:55,17 Minuten über 1500 Meter Weltrekord bedeuten. Um gleich mehr als drei Sekunden unterbot die Hallen-Weltmeisterin von 2012 die Bestmarke der Russin Elena Sobolewa (3:58,28). Eine Woche vor ihrem 23. Geburtstag war Dibaba deshalb „sehr, sehr glücklich“.

          Flott über die Hürden: Nadine Hildebrand Bilderstrecke

          Storl dominierte mit 21,33 Metern die Konkurrenz und zeigte, dass die ansonsten weniger populären Kraftsportler die Zuschauer auch mitreißen können. Der Chemnitzer bezwang mit seinem ersten Versuch den WM-Zweiten Ryan Whiting (21,01), dessen amerikanischen Landsmann Cory Martin (20,60) sowie den zweimaligen Olympiasieger Tomasz Majewski aus Polen (20,50). Bei seinem dritten Wettbewerb in diesem Winter übertraf Storl zum dritten Mal die 21 Meter und sagte zufrieden: „Alles läuft planmäßig. Ich habe meinen Rhythmus so gefunden, wie ich ihn brauche.“ Am Sonntag bestätigte er diese Leistung noch einmal und siegte auch beim Meeting in Rochlitz mit 21,02 Metern.

          Die Kugelstoßanlage hatte Meeting-Chef Alain Blondel zentral im Innenraum aufbauen lassen. „Dass wir mitten in der Halle stoßen ist natürlich sehr schön“, sagte Storl, der sich nach den verletzungsbedingten Absagen der Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (Rückenbeschwerden) und Björn Otto (Verdacht auf Achillessehnenanriss) plötzlich in der Rolle des Publikumslieblings wiederfand.

          Eigentlich sollte der Höhepunkt bei dem 300.000 Euro teuren Sportfest der abschließende 3000-Meter-Lauf werden. Hier hatte der EM-Zweite Arne Gabius aus Tübingen etwas vollmundig einen Angriff auf den 19 Jahre alten deutschen Rekord von Olympiasieger Dieter Baumann (7:37,51 Minuten) angekündigt. Er wurde in der enttäuschenden Zeit von 7:54,68 aber nur Sechster.

          „Ich bin erst vor neun Tagen aus meinem Trainingslager in Kenia gekommen. Dort habe ich besser und mehr trainiert als jemals zuvor“, erklärte Gabius. „Dementsprechend war ich heute einfach noch nicht richtig erholt.“

          Schnelle deutsche Sprintfrauen

          Deutsche Siege gab es dagegen über die Sprintstrecken der Frauen. Nadine Hildebrand (Kornwestheim) flitzte über 60 Meter Hürden nach 7,91 Sekunden als Erste ins Ziel. „Wow! Dass ich jede Woche Bestzeit laufen kann, das hätte ich auch nicht gedacht“, sagte die 26-Jährige am Samstag nach ihrem Überraschungssieg.

          Und Verena Sailer, die frühere 100-Meter-Europameisterin, gewann den 60-Meter-Sprint in 7,18 Sekunden. aus Mannheimerin schob sich damit an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste, Nadine Hildebrand ist sogar führend in der Welt.

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