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Kunstmesse in Madrid : Gute Stimmung in Madrid

  • -Aktualisiert am

Die 33. Arco, Spaniens Traditionsmesse für zeitgenössische Kunst, strahlt Optimismus aus. Die Schau zeigt, wie trotz Krise Geschäfte zu machen sind.

          Die spanische Messe für zeitgenössische Kunst „Arco“ wartet in diesem Jahr mit 219 Galerien aus 23 Ländern auf, das sind neunzehn Teilnehmer mehr als 2013. Es ist Bewegung ins Feld gekommen: Ungefähr achtzig Prozent der Galerien halten der Messe die Treue, als guter Ersatz für ein paar Absagen ist Kewenig aus Berlin und Palma de Mallorca wieder in Madrid dabei. Zu den neuen Namen gehört In Situ/Fabienne Leclerc aus Paris, mit Schränkchen von Marc Dion (20.000 Euro). Oliva Arauna konnte ihre Galerie in Madrid nach Streitigkeiten mit der Stadt wiedereröffnen; sie zeigt Werke von Per Barclay. Aus den Vereinigten Staaten sind acht Aussteller, aus Österreich sind es vier, aus der Schweiz drei. Zu den Schweizern gehören Peter Kilchmann, der im April auch auf der Kunstmesse „SP-Arte“ in São Paulo sein wird, mit einem Konterfei Angela Merkels vom kubanischen Duo Los Carpinteros, und Bob van Orsouw, der Klaas Kloosterboer und Julian Opie zeigt.

          Das Budget der Messe beträgt mit 4,5Millionen Euro etwas mehr als in den Vorjahren. Eine Million Euro wurde für die Einladung von rund 500 Sammlern und Museumsleuten aus aller Welt ausgegeben; auf ihnen ruht nun die Hoffnung. Außerdem pflegen spanische Museen und Kunstzentren ihre Bestände auf der Arco zu bereichern. Auch wenn die Mittel knapp sind, bleiben sie dieser Tradition treu – und das war sofort zu bemerken. Mit 100.000 Besuchern rechnen die Veranstalter, und die Stimmung war – wie gewohnt – gut. Obwohl diesmal weitgehend auf rote Punkte verzichtet wird, sind schon zahlreiche Abschlüsse zu erfahren.

          Neben dem Schwerpunkt des Brückenschlags zu Lateinamerika möchte sich die Arco ihren Stellenwert als Forum für junge Talente und Entdeckungen sichern. Der in Spanien überaus beliebte Madrider Maler Secundino Hernández lebt in Berlin und war in gleich mehreren Galerien in kürzester Zeit ausverkauft: Heinrich Ehrhardt aus Madrid hat vier abstrakte Großformate von Hernández aus diesem Jahr (je 30.000 Euro) an spanische, amerikanische und englische Sammler abgegeben. Ehrhardt konnte außerdem Arbeiten des 1982 in Porto geborenen Mauro Cerqueira verkaufen. Cerqueira experimentiert mit Fundstücken, die auf der Straße liegen, seitdem sein Stadtviertel umgewandelt wird und die alten Druckereien und Seifenfabriken dort schließen; seine kleine Installation „Seife auf dem Grill“ könnte für 3500 Euro noch jemanden erwärmen.

          Als junges Talent wird der 1980 in Madrid geborene Guillermo Mora gehandelt. Er entpuppt sich als erfolgreicher Adept der Künstlerin Angela de la Cruz. Seine zusammengeschnürten, selbst ausgewalzten Folien in attraktiven Farbkombinationen nennt er „Porträts“; sie kosten bei Formatocomodo aus Madrid 4700 Euro – und sind noch ganz frisch. Kleine Päckchen mit Material aus dem Atelier, mit Rahmen, Heften, Leinwänden, fanden bereits für tausend Euro Abnehmer.

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