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Kosovo : Regierungschef gewinnt Parlamentswahl

  • Aktualisiert am

Ließ sich feiern: Hashim Thaci, Regierungschef des Kosovo Bild: REUTERS

Die vorzeitigen Neuwahlen hat Kosovo-Regierungschef Thaci zwar gewonnen. Doch die meisten Wahlberechtigten kamen gar nicht zur Abstimmung. Als Grund gilt Unzufriedenheit über allgegenwärtige Korruption.

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          Regierungschef Hashim Thaci hat die Parlamentswahl im Kosovo gewonnen. Er erreichte mit seiner PDK-Partei rund 31 Prozent der Stimmen, teilte die Wahlkommission nach Auszählung von rund 90 Prozent der Wahllokale am Montagmorgen in Pristina mit. Sein bisheriger Koalitionspartner, die AKR des Unternehmers Behgjet Pacolli, kam auf knapp 4,7 Prozent. Thaci hatte im Mai nach einem Streit im Parlament um den Aufbau einer eigenen Armee die vorgezogene Neuwahl ansetzen lassen.

          Die LDK erzielte als größte Oppositionskraft erneut rund 26 Prozent. Die ebenfalls auf der Oppositionsbank sitzenden Nationalisten („Vetevendosje“, Albanisch: Selbstbestimmung) bekamen 13,6 Prozent. Die Überraschung des Abends kam jedoch von der erst Ende Februar gegründeten Partei „Initiative für Kosovo“, die von zwei prominenten Thaci-Gegnern aus dessen PDK ins Leben gerufen worden war. Sie kam auf gut fünf Prozent.

          Geringe Wahlbeteiligung

          Die Wahlbeteiligung ergab mit 43 Prozent einen Minusrekord. In ersten Analysen wurde die Resignation der Bevölkerung dafür verantwortlich gemacht. Auch sechs Jahre nach der Unabhängigkeit ist das Kosovo eines der ärmsten Länder Europas. Die soziale Misere, die alles beherrschende Korruption sowie das nicht funktionierende Justiz- und Gesundheitssystem habe die weitaus meisten der 1,8 Millionen Wahlberechtigten abgeschreckt, hieß es.

          Die ehemalige serbische Provinz Kosovo hatte sich im Jahr 2008 für unabhängig erklärt. Belgrad erkannte dies bis heute nicht an, schloss im vergangenen Jahr unter Vermittlung der Europäischen Union aber ein Abkommen mit Pristina zur Normalisierung der Beziehungen. Dies war Voraussetzung für die im Januar mit Serbien aufgenommenen Verhandlungen über einen EU-Beitritt.

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