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Kommentar : Brett vor dem Kopf

Sind die in Dresden und anderswo demonstrierenden Bürger wirklich nur das Werkzeug von Rechtsradikalen? Oder sind nicht vielmehr Rechtsradikale mittlerweile die Trittbrettfahrer solcher Proteste?

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          So leicht wie andere Parteien kann es sich die AfD mit „Pegida“ nicht machen. Schließlich ist die Nachfrage nach derartigen „patriotischen“ Demonstrationen dort besonders groß, wo die AfD große Erfolge erzielen konnte. Die Leute, die montags auf die Straße gehen, sind ihre Wähler. Es treiben sie dieselben Fragen, Ängste und Anti-Gefühle um.

          Es blieb Bernd Lucke also nichts anderes übrig, als die „Bewegung“ für gut zu erklären. Warum er damit so lange gezögert hat, liegt daran, dass jeder Schritt der AfD an einem Links-rechts-Schema gemessen wird, dem sich die Partei nicht anpassen will. Grund dafür sind Politiker wie Ralf Jäger, der SPD-Innenminister aus Nordrhein-Westfalen, der zwar zur Einsicht gekommen ist, dass „nicht jeder“, der an den Protesten teilnimmt, ein Rechtsextremist sein müsse, wohl aber ein Werkzeug von Rechtsradikalen und Rechtspopulisten sei.

          Könnte es aber nicht auch umgekehrt sein, dass Rechtspopulisten und Rechtsradikale Trittbrettfahrer des Protests von Bürgern sind, die sich artikulieren wollen, ohne Angst vor politischen Diffamierungen haben zu müssen? Am besten, jeder sucht erst einmal nach dem Brett vor dem eigenen Kopf.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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