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Nicht Ronaldo, nicht Messi : Klopps van Dijk erstmals „Europas Fußballer des Jahres“

  • Aktualisiert am

Ich bin es: Virgil van Dijk beerbt Luka Modric als „Europas Fußballer des Jahres“ Bild: Reuters

Jürgen Klopp hat ihn zum teuersten Abwehrspieler der Welt gemacht, nun ist Virgil van Dijk sogar Europas Fußballer des Jahres. Damit tritt der Niederländer in berühmte Fußstapfen.

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          Virgil van Dijk ist Europas Fußballer des Jahres 2019. Der Niederländer wurde am Donnerstag in Monaco von der Uefa zum besten Spieler des Kontinents gekürt. Der 28 Jahre alte Abwehrspieler vom FC Liverpool ist der erste Niederländer und der erste Verteidiger seit 13 Jahren, der die seit 2011 vergebene Auszeichnung erhält. Neben van Dijk hatten es noch der dreifache Sieger Cristiano Ronaldo und der zweifache Preisträger Lionel Messi in die Endausscheidung geschafft.

          Van Dijk hatte maßgeblichen Anteil am Champions-League-Gewinn der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp. Er gehörte zu den Liverpooler Torschützen beim 3:1-Sieg im Achtelfinal-Rückspiel beim FC Bayern München und wurde im Finale gegen Tottenham Hotspur (2:0) zum besten Akteur des Spiels gewählt. Mit der Nationalmannschaft der Niederlande zog er ins Finale der neuen Nations League ein, unterlag allerdings Portugal 0:1.

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          „Es war ein langer Weg, eine lange Reise. Ich musste um jeden Schritt kämpfen und bin jetzt sehr stolz über diesen Preis“, sagte van Dijk. Gewählt wurde der Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft von den 80 Trainern der Teilnehmer an den vergangenen Spielzeiten in Champions- und Europa League sowie 55 ausgewählten Journalisten. Ein deutscher Spieler hatte es bei der Wahl, die seit 2011 vom europäischen Dachverband Uefa selbst veranstaltet wird, genauso wenig wie überhaupt ein Akteur aus der Bundesliga unter die besten Zehn geschafft.

          Für van Dijk ist der Triumph der Höhepunkt eines Jahres, das für ihn wie im Rausch verlief. Nach seinem Wechsel für rund 85 Millionen Euro vom FC Southampton nach Liverpool Anfang 2018 gewann er eineinhalb Jahre und ein verlorenes CL-Finale später die Königsklasse und fast sogar den ersten englischen Meistertitel für die „Reds“ seit 29 Jahren. Damit war er sogar Favorit im Rennen um Europas Thron trotz der Konkurrenz von Rekordsieger Ronaldo (2008, 2014, 2016 und 2017) und dem dreimaligen Gewinner Messi (2009, 2011, 2015). Durch den Sieg über die beiden wohl dominantesten Fußballer der letzten Dekade ist van Dijk seit Italiens Weltmeister Fabio Cannavaro 2006 der erste Verteidiger, dem die große Ehre zu Teil wurde.

          Über van Dijks Triumph dürfte sich vor allem sein Teammanager Jürgen Klopp freuen, der den teuren Transfer des Niederländers von Anfang an verteidigt hatte. „Ich könnte ein Buch schreiben über seine Fähigkeiten, seine Stärke, wie sehr ich ihn mag und was für eine fantastische Person er ist“, sagte er. Besonders in der Champions League war van Dijk einer der Garanten für den Titelgewinn.

          Klopp sieht in seinem Schützling sogar noch mehr Potenzial – und das trotz bereits unglaublicher Statistiken. Kein einziges Mal ließ sich van Dijk in 64 Pflichtspielen nacheinander umdribbeln. Bis zum vergangenen Samstag, als Nicolas Pepe vom FC Arsenal dieses Kunststück gelang. Und doch will Klopp mehr. Vor allem in Sachen Führungsqualitäten. „Er ist ein absoluter Weltklassespieler, muss noch mehr in diese Funktion hinein“, sagte der Deutsche dem Fachmagzin „kicker“: „Nackenschläge im Spiel haben bei ihm noch zu viel Einfluss.“ Genug Selbstvertrauen für die nächste Zeit sollte Europas neuer Fußballer des Jahres jetzt erst einmal haben.

          Messi und Ronaldo schauen nun schon im zweiten Jahr in Serie in die Röhre, denn 2018 hatte der Vize-Weltmeister und spätere Weltfußballer Luka Modric sich die Auszeichnung gesichert. Für beide Stars hätte es gute Argumente gegeben. Immerhin gewann Ronaldo mit Portugal die Nations League. Mit Juventus Turin schied er jedoch schon im Viertelfinale der Königsklasse aus. Messi brillierte derweil in der Champions League mit zwölf Treffern in zehn Spielen als Torschützenkönig. Zum Titel reichte es aber nicht, da Liverpool im Halbfinale eine 0:3-Hinspielpleite im Rückspiel (4:0) sensationell drehte.

          Bronze die beste Fußballerin Europas

          Bei den Frauen erhielt die englische Nationalspielerin Lucy Bronze vom französischen Meister und Champions-League-Sieger Olympique Lyon die Auszeichnung. Die Abwehrspielerin setzte sich gegen ihre Teamkolleginnen Ada Hegerberg (Norwegen) und Amandine Henry (Frankreich) durch. „Wir hatten eine fantastische Saison mit dem Gewinn des Triples“, sagte Bronze. „Jede meiner Mitspielerinnen hätte heute hier diese Auszeichnung bekommen können.“

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