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Auslandshandelskammer : Zu wenige Deutschkurse für vietnamesische Fachkräfte

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Eine vietnamesische Krankenpflegerin bereitet sich in einem Deutschkurs auf die Arbeit als Pflegerin in Deutschland vor. Bild: dpa

In Deutschland fehlen tausende Fachkräfte – in Vietnam gibt es viele Menschen, die diese offenen Stellen gerne besetzen würden. Doch davor steht die Sprachhürde.

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          Für eine Anwerbung vietnamesischer Fachkräfte sind aus Sicht der Auslandshandelskammer (AHK) mehr Deutschkurse in dem südostasiatischen Land nötig. Fachkräfte in Vietnam würden zwar gerne Deutsch lernen, es fehle aber an genügend Sprachkursen im Land, sagte der AHK-Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Vietnam, Marko Walde. „Das Interesse der vietnamesischen Seite ist sehr groß, aber das Lernangebot der deutschen Seite ist nicht ausreichend.“

          Deutschkenntnisse seien für auswanderungswillige vietnamesische Fachkräfte in der Tat die größte Hürde, sagte auch der Vorsitzende der vietnamesisch-deutschen Gesellschaft für kleine und mittelständische Betriebe, Nguyen Trung Thuc. Oft seien entsprechende Sprachkurse für sie sehr teuer.

          Vietnam ist eines der Länder, aus denen die Bundesregierung künftig mehr Fachkräfte nach Deutschland anwerben will. Am 1. März 2020 tritt das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Es soll qualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland ebnen. Zu weiteren Ländern, in denen Fachkräfte angeworben werden sollen, gehören zunächst auch Brasilien, Indien und Mexiko.

          Entscheidend ist, dass Länder Interesse an einer Zusammenarbeit mit Deutschland haben – also überhaupt zulassen, dass Fachkräfte angeworben werden sollen. Ist das der Fall, soll die Beratung von Interessierten im Ausland verbessert werden. Eine wichtige Rolle dabei spielen die Auslandshandelskammern.

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