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Jüdische Studien : Wir stören

  • -Aktualisiert am

Das jüdische Leben in Deutschland hat sich gewandelt: Bild vom Richtfest eines jüdischen Campus in Berlin Bild: snapshot-photography

Nach Jahren der Öffnung und Blüte sind die Jüdischen Studien heute wieder Zielscheibe des Antisemitismus. Beobachtungen zu ihrer kurzen Geschichte in Deutschland. Ein Gastbeitrag.

          10 Min.

          Als ich im Sommersemester 1980 meine ersten Seminare bei Jacob Taubes an der Freien Universität Berlin besuchte, ahnte ich nicht, dass dieser ebenso charismatische wie autoritäre Professor der erste deutsche Judaist war. Klar war nur vom ersten Augenblick an: Dieser Professor war ein öffentlicher Jude und als solcher eine Ausnahmeerscheinung in der ansonsten ziemlich homogen deutsch-deutschen Professorenschaft der FU. Von 1961 an hatte der während der NS-Zeit als Rabbinersohn in Zürich erwachsen gewordene Taubes, von der Columbia University in New York kommend, an der FU gelehrt.

          1963 wurde dort das erste Institut für Judaistik eröffnet, und Taubes hatte den ersten jemals an einer staatlichen Universität in Deutschland eingerichteten Lehrstuhl für ein Fach inne, das von den Anfängen im Jahr 1822 bis zur Schoa „Wissenschaft des Judentums“ geheißen hatte. Wegen des vorherrschenden Antisemitismus hatte diese Wissenschaft allerdings nie an den deutschen Universitäten Fuß fassen können. Die 1942 von den Nazis geschlossene Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin war eine privat finanzierte jüdische Einrichtung gewesen, welcher der Name Universität verwehrt blieb.

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