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Brennpunkt-Schulen : Wie zwei Berliner Schulleiter an der Verwaltung scheitern

Wachpersonal an der Berliner Albert-Schweitzer-Schule: Sicherheitsdienste sind keine Seltenheit mehr. Bild: Picture-Alliance

Der Alltag an Berliner Schulen ist oft eine Zumutung. Zwei Schulleiter führten vor, wie es besser gehen könnte – und scheiterten an der Verwaltung.

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          Es ist Unterrichtszeit. In der Friedrich-Bergius-Schule in Berlin-Friedenau herrscht Stille. Der prächtige Bau von 1903 ist gepflegt und einladend. Der Vorplatz ist sauber. Äußerlich erinnert nichts daran, dass es sich hier um eine Problemschule handelt. Vereint sind in dieser Integrierten Sekundarschule nur die Klassen sieben bis zehn; eine Oberstufe hat die Schule nicht. Fast sechzig Prozent der Schüler sind von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit. Der Anteil an Schülern nichtdeutscher Herkunft liegt bei mehr als siebzig Prozent.

          Hannah Bethke

          Feuilletonkorrespondentin in Berlin.

          Es klingelt. Schüler strömen aus den Klassen nach unten auf den Schulhof. „Wie die Saat, so die Ernte“, ist in einer Inschrift auf dem Hauptportal der Schule zu lesen. Es ist eines von vielen Leitmotiven der Schule. „Ohne Fleiß keinen Preis“, „Es fällt kein Meister vom Himmel“, „Ultra posse nemo obligatur“ („Niemand ist verpflichtet, ihm Unmögliches zu leisten“). In strengem Ton sagt eine Lehrerin zu einem Schüler, der gerade die Treppe hinunterläuft: „Mütze ab!“ Der Junge befolgt die Anweisung ohne Protest. Die Schulordnung verbietet das Tragen von Mützen und anderen Kopfbedeckungen im gesamten Schulgebäude.

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