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Berufseinstieg Patentingenieur : „Mir macht das technische Umfeld viel Spaß“

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Melanie Gallinat, 29, hat Elektrotechnik (Bachelor 2012) und Information Technology (Master 2014) studiert. Heute arbeitet sie bei Weidmüller, einem Elektrotechnikunternehmen mit Sitz in Detmold. Bild: Weidmüller

Melanie Gallinat ist Patentingenieurin. Welche Rolle ihr Studium für ihre heutige Arbeit spielt, erzählt sie im Interview.

          2 Min.

          Frau Gallinat, welche Rolle spielt Ihr Informatikstudium für Ihre heutige Tätigkeit?

          Um die Fachabteilungen bestens beraten zu können, ist es notwendig zu verstehen, was deren Ideen und Konzepte sind. Hierfür ist es sehr hilfreich, einen entsprechenden fachlichen Hintergrund zu haben. Da hilft mir im technischen Umfeld mein Bachelor in Elektrotechnik und mein Master in Information Technology sehr. Darüber hinaus wichtige Fähigkeiten habe ich mir anschließend on the Job angeeignet.

          Warum haben Sie sich für eine Karriere im Maschinen- und Anlagenbau entschieden?

          Der Maschinen- und Anlagenbau ist ein sehr spannendes Feld. Heute befassen sich auch mittelständische Unternehmen immer mehr mit Themen wie Industrie 4.0 und Digitalisierung. Als Experte für die Verteilung von Energie, Si­gnalen und Daten ist Weidmüller dabei mit seinen Produkten und Lösungen bei vielen Trendthemen involviert. Das macht sich natürlich auch bei den Patenten bemerkbar. Hier wird eine große Bandbreite abgedeckt – von der Reihenklemme über Steckverbinder bis zu Softwarelösungen.

          Wie sind Sie beruflich eingestiegen?

          Nach meinem Abitur absolvierte ich ein duales Studium bei Weidmüller, wobei ich den Ausbildungsberuf der Mechatronikerin erlernte. Ich studierte Elektrotechnik im Bachelor und schloss anschließend den Master in Informationstechnologie ab. Nach dem Berufseinstieg folgte dann eine Weiterbildung zur Patent­ingenieurin.

          Welche Qualifikationen waren Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?

          Meinen Ansprechpartnern waren für meine Einstellung als Patentingenieurin ein technisches Interesse und Verständnis wichtig. Diese sind notwendig, um die Fachabteilungen gut beraten zu können. Hier kam mir mein Studium sehr zugute – vor allem der Master in Informationstechnologie.

          Wie ist das Bewerbungsgespräch abgelaufen?

          Für das duale Studium durchlief ich einen Tag lang ein klassisches Assessmentcenter: Neben Einstellungstests mit Fragen zu Technik und Allgemeinwissen erstellten wir in Gruppenarbeiten Präsentationen und führten Gespräche. Nach dem Masterstudium hatte ich für den Job als Patentingenieurin ebenfalls ein eher klassisches Bewerbungsgespräch mit meinem heutigen Chef, einem Arbeitskollegen und einer Person aus der Personalabteilung. Mit meinen Erfahrungen, die ich während des dualen Studiums bei Weidmüller machte, und meinem Wissen über die Produkte und Abteilungen bei Weidmüller konnte ich hier gut punkten.

          Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

          An einem typischen Arbeitstag führe ich Patentrecherchen durch und bearbeite Prüfungsbescheide und Rechercheberichte von den Patentämtern. Ich habe hier bei Weidmüller eine 40-Stunden-Woche, und in der Regel dauert ein Arbeitstag acht Stunden. Je nachdem, ob ein wichtiges Projekt anliegt oder ein Termin länger geht, auch mal länger. Dies kann ich dann an anderer Stelle wieder ausgleichen und eher gehen.

          Was sind Ihre beruflichen Ziele?

          Mir macht das technische Umfeld viel Spaß. Zukünftig möchte ich mich persönlich weiterentwickeln, um aktuelle Technologietrends zu verstehen und zu erkennen. Weidmüller bietet dafür sehr gute Voraussetzungen.

          Was würden Sie Studierenden raten, die als Informatiker im Maschinen- und Anlagenbau einsteigen möchten?

          Ich empfehle jedem, immer offen für Neues zu sein. Viele Dinge sind viel spannender und vielfältiger, als man anfangs vielleicht glauben mag.

          Melanie Gallinat, 29, hat Elektrotechnik (Bachelor 2012) und Information Technology (Master 2014) studiert. Sie arbeitet heute bei Weidmüller, einem Elektrotechnikunternehmen mit Sitz in Detmold. Als Patent­ingenieurin berät sie die Fachabteilungen zu patentrechtlichen Themen und führt Patentrecherchen durch. Zu ihren Aufgaben zählt dabei unter anderem die Beobachtung des Marktes und des Umfelds. Darüber hinaus prüft sie Patentanmeldungen und betreut diese während des Erteilungsverfahrens.

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