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Verzeihen im Beruf : „Kränkungen im Job können krank machen“

Auch keine Lösung: Voodoo-Puppen funktionieren nur in Filmen. Bild: Getty Images

Egal, ob der Mitarbeiter einen Fehler gemacht hat oder die Chefin unfair war – Verzeihen ist auch im Berufsalltag oft unvermeidbar. Doch nicht immer fällt es leicht. Wie kriegt man es hin, nicht so nachtragend zu sein?

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          Der Kollege hat mich hintergangen – das verzeihe ich ihm nie! Die Chefin hat mich vor dem Klienten bis auf die Knochen blamiert – das werde ich ihr bis aufs Sterbebett übel nehmen. Und mich rächen! Es anderen heimzuzahlen für erlittene Schmach, solch düstere Gedanken treiben viele Menschen um. Dass Konflikte von Unternehmensführungen nicht unterschätzt werden sollen, zeigt eine Untersuchung des Karrierenetzwerks Xing aus dem vergangenen November. Für 98 Prozent der rund 1000 Befragten ist ein fairer, respektvoller Umgang miteinander der wichtigste Faktor für Zufriedenheit im Beruf.

          Ursula Kals
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Umfrage der Unternehmensberatung Staufen unter rund 1500 Arbeitnehmern aus dem Frühjahr 2020. Hier geben 66 Prozent an, dass ihnen die Arbeit vor allem wegen netter Kollegen Freude bereitet, während 32 Prozent sich gerade wegen unangenehmer Kollegen unwohl fühlen. Das Verhalten der Vorgesetzten wirkt sich auch auf den Gemüts- und Gesundheitszustand der Mitarbeiter aus: Der Fehlzeitenreport der Krankenkasse AOK beschäftigte sich 2020 schwerpunktmäßig mit dem Thema.

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