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Fokussierung im Beruf : Bei der Sache bleiben

  • -Aktualisiert am

Chaos im Kopf? Das ist ganz normal – und es kann bewältigt werden. Bild: Getty

Das Handy pingt, die E-Mail blinkt, ständig kommen Kollegen rein. Wer kann da noch fokussiert arbeiten? Warum unser Gehirn gerne abdriftet und was wir dagegen tun können.

          6 Min.

          Ständig kommen neue Nachrichten herein – sei es die E-Mail vom Chef, die Erinnerung im Skype-Chat oder die Frage vom Kollegen am Telefon. Dringende Gründe, sich von der gerade anstehenden Aufgabe ablenken zu lassen, gibt es genug. Mit der steigenden Zahl an Mitteln zur Kommunikation werden es sogar immer mehr, zumal die sozialen Regeln zum Umgang damit noch nicht ausgereift sind. Zu den äußeren Ablenkungen kommen oft innere hinzu, wie querschießende Gedanken zu einem Zwist im Büro. Wer aufmerksam bei einer Sache bleiben und anderen Reizen trotzen will, muss sich deshalb abgrenzen.

          Tanja Lisk schafft sich Freiräume, will sie konzentriert arbeiten. Die Teamleiterin im Duisburger Call-Center der Targobank blockt sich dafür Zeiten in dem für ihre Kollegen einsehbaren Kalender, setzt sich in einen Raum eine Etage höher oder gleich ins Homeoffice. „Sonst sitze ich bei den Mitarbeitern und bin meist für sie ansprechbar“, sagt Tanja Lisk. „Aber wenn ich über eine schwierige Beurteilung für ein Jahresgespräch nachdenke, brauche ich Ruhe und nicht das Gefühl, plötzlich könnte jemand zu mir kommen.“ Fest belegt ist zudem das Ende ihres Tages. „In der letzten halben Stunde mache ich mir Gedanken, was am Folgetag anliegt, und richte die Unterlagen dafür zusammen“, sagt sie. So vorbereitet, sei der Feierabend entspannt, und sie komme morgens ausgeruht ins Büro.

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