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Krisenberufe : Und plötzlich: Krieg

Ein Freund des Fliegens und der Technik: Der Münchner Start-up-Unternehmer Florian Seibel Bild: Florian Seibel

Florian Seibels Start-up stellt eigentlich Drohnen zur Klimabeobachtung her. Seit dem Angriff auf die Ukraine kommt die militärische Nutzung ins Spiel: Auch das Verteidigungsministerium gehört zu seinen Kunden.

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          Das wichtigste Rüstzeug für die Selbständigkeit hatte Florian Seibel früh parat: Die Leidenschaft fürs Fliegen entdeckte er in der Schulzeit, als er mit 14 Jahren zum ersten Mal im Cockpit saß und ein Segelflugzeug steuerte. Seinen Faible für Technik lebte er dann nach dem Abitur aus, als er Luft- und Raumfahrttechnik an der Bundeswehr-Uni in Neubiberg studierte. Der Besuch der Kaderschmiede für Luftfahrt-Ingenieure war an Bedingungen geknüpft: Seibel musste sich für 16 Jahre zum Wehrdienst verpflichten, wobei er dort auch eine Ausbildung zum Piloten für Hubschrauber absolvieren konnte.

          Ulrich Friese
          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Für mich war der fliegerische Dienst bei der Bundeswehr keineswegs nur der bequeme Weg, Hobby und Beruf miteinander zu verbinden, sondern ein Akt der inneren Überzeugung, damit Dienst für mein Land zu tun“, sagt der in Karlsruhe geborene Badener, der als Kind zweier Erziehungswissenschaftler in einem liberalen Haushalt in Freiburg aufwuchs. Schon als Schüler habe er sich nach seinen ersten USA-Besuchen vom Leitspruch des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy inspirieren lassen: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“

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