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Persönlichkeitstests : Erfolgreich im Bewerber-Check

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„Der Test umfasst bis zu 253 Aussagen, die auf einer sechsstufigen Skala einzuordnen sind“, sagt Stärk. Dazu zählen beispielsweise Aussagen wie: „Es fällt mir nicht schwer, andere zu kritisieren.“ Oder: „Die Dinge, die ich mir für den Tag vornehme, habe ich bis abends erledigt.“ Bewerber müssen jeweils einschätzen, ob diese Aussagen auf sie voll bis überhaupt nicht zutreffen.

2. Big Five

Auch das Big-Five-Modell gehört zu weitläufig anerkannten, wissenschaftlich sehr gut erforschten Testverfahren. „Das Modell misst die Ausprägung der fünf zentralen Persönlichkeitsdimensionen“, so Stärk: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. Neurotizismus bezeichnet dabei die emotionale Labilität eines Menschen, also wie schnell eine Person reizbar ist und sich von Problemen aus dem Lot bringen lässt.

Das Big-Five-Modell kommt weltweit in zwei unterschiedlichen Varianten zum Einsatz. Die Langversion, das sogenannte Neo-Persönlichkeitsinventar, besteht aus 240 Aussagen, die Kurzversion (das Neo-Fünf-Faktoren-Inventar) nur aus 60 Items. Solche Aussagen können zum Beispiel sein: „Bei Veranstaltungen stehe ich gern im Mittelpunkt des Geschehens.“ Oder: „Mir ist es wichtig, Aufgaben stets sorgfältig und gründlich zu erledigen.“ Kandidaten müssen hier auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten, inwiefern die jeweilige Aussage auf sie zutrifft.

3. Occupational Personality Questionnaire (OPQ)

Das Occupational-Personality-Testverfahren deckt 32 Persönlichkeitsdimensionen ab, die den Bereichen zwischenmenschliches Verhalten, Denkweise und Emotionen zugeordnet sind.

In der Regel besteht ein solcher Test aus 90 Aussagen, wobei man eher Aussagepaketen sagen muss – denn hierbei werden jeweils drei Aussagen kombiniert. Ein Beispiel: „Ich messe mich gern mit anderen“, „Ich bevorzuge strukturierte Abläufe“, „Ich blicke positiv in die Zukunft“. Es gilt nun, mit einem Kreuz zu markieren, welche dieser Aussagen am meisten und welche am wenigsten auf die eigene Persönlichkeit zutrifft. Das Verfahren wurde von der Firma CEB Germany GmbH aus Hamburg entwickelt, die psychologische Diagnostiken für Unternehmen bereitstellt.

4. Shapes-Persönlichkeitstest

Der Shapes-Persönlichkeitstest betrachtet insgesamt 18 verschiedene Persönlichkeitsdimensionen, die den Bereichen interaktiv, operativ, intellektuell und emotional zugeordnet werden. Je nach Variante besteht er aus 90 bis 192 Aussagen, die zu Blöcken zusammengefasst sind.

Der Bewerber muss hier Punkte vergeben, welche Aussagen in welchem Ausmaß auf ihn zutreffen, wobei ihm nur maximal sechs Punkte zur Verfügung stehen. Ein Beispielblock: „Ich trete selbstsicher auf“, „Ich berücksichtige die Auswirkung von Plänen“, „Ich habe klare Vorstellungen von meinen Zielen“. Hinter jeder Aussage sind sechs freie Felder zu sehen. Ist man also der Meinung, dass nur eine der Aussagen auf einen zutrifft, würde man alle seine sechs Punkte für diese bestimmte Aussage vergeben. Gibt es eine Aussage, die vor allem auf einen zutrifft, und eine andere, die zumindest teilweise zutrifft, könnte man also auf die erste Aussage vier Punkte vergeben und die restlichen zwei bei Letzterer unterbringen.„Für diesen Test stehen in der Regel etwa 15 bis 20 Minuten zur Verfügung. Das ist schon recht sportlich, man hat also nicht viel Zeit zum Nachdenken“, so Stärk.

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