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Education-Start-ups : Wie Apps die Hochschulen erobern

  • -Aktualisiert am

Digitale Lernhilfe: Die Programme für Smartphone und PC sind eine gute Ergänzung zum klassischen Uni-Sprachkurs. Bild: EPA

Viele Studenten nutzen Angebote sogenannter Education-Start-ups. Jetzt springen auch immer mehr Unis auf, um in der digitalen Welt anzukommen. Studenten stehen vor der Wahl: Hörsaal oder Handy?

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          Wenn Studenten in der Lernphase die Wahl zwischen einem dicken Wälzer oder einer interaktiven Plattform im Internet haben, dann wählen die meisten wohl das digitale Angebot. Schon jetzt lassen sie sich auf ihrem Smartphone schnell mal einen Fachbegriff übersetzen oder tippen am Computer einen Lernzettel. Auch Ami Kucharek ist es gewohnt, mit digitalen Hilfsmitteln zu arbeiten. Die 24-Jährige hat Japanisch und Medienkulturwissenschaften an der Universität Köln studiert. Sie ist ein Sprachtalent, spricht fünf Sprachen fließend. An der Uni hat sie einen Russisch-Kurs für Einsteiger besucht, um ihren Wissensdurst zu stillen. Besonders gelohnt hat er sich aber nicht: „In den ersten Stunden ging es nur um das kyrillische Alphabet. Viele konnten das schon, manche auch nach der zehnten Stunde noch nicht“, erzählt sie.

          Das Problem: In einem Kurs mit fünfzig oder mehr Studenten spulen Dozenten oft einen festgelegten Lehrplan ab. Wer zu langsam lernt, hat Pech – genauso wie die Studenten, die schneller sind als der Rest des Kurses. Deswegen griff Ami Kucharek zu der Lern-App Duolingo, so wie mehr als acht Millionen andere Nutzer. Die Smartphone-App bietet zahlreiche Sprachkurse für verschiedene Niveaus an und erinnert den Nutzer ans regelmäßige Lernen. „Mein Handy habe ich sowieso immer dabei und kann zwischendurch lernen. Das dicke Buch bleibt dann zu Hause“, sagt sie. Den persönlichen Unterricht könne so eine App zwar nicht ersetzen, findet sie. Die Programme für Smartphone und PC seien aber eine gute Ergänzung zum klassischen Uni-Sprachkurs. Diese stellen Studenten immer häufiger vor die – zugespitzte – Frage: Hörsaal oder Handy?

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