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Karriere in der Games-Branche : Ein Leben lang nur zocken

  • -Aktualisiert am

Eine Szene aus dem Videospiel Doom Bild: Bethesda Softworks

Die Videospiel-Branche bietet für Informatiker und Programmierer spannende Aufgaben. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine große Rolle – nur nicht so, wie man es von anderen Branchen kennt.

          6 Min.

          Wenn Künstliche Intelligenz (KI) und Spiele in einem Satz genannt werden, denken viele Menschen zuerst an Deep Blue von IBM, den Computer, der Gary Kasparow 1996 im Schach besiegte. Vielleicht auch an das Programm AlphaGo, das einige der weltbesten Spieler in dem Brettspiel Go besiegen konnte. Diese herausragenden Leistungen haben allerdings wenig damit zu tun, was den Zusammenhang von KI und Computerspielen normalerweise ausmacht. Schon seit jeher sind die beiden Bereiche eng verbunden, kaum ein Spiel kommt ohne eine mehr oder weniger komplexe KI aus. Entsprechend viele Menschen sind damit befasst, diese im Spielekontext zu entwickeln – auch in Deutschland.

          Einer dieser KI-Spezialisten ist Martin Weusten. Weusten wollte schon sehr früh in der Spieleindustrie arbeiten. Er entschied sich als Weg für ein Informatikstudium, auch um im Zweifelsfall andere Optionen zu haben. An der Universität hatte er noch versucht, sich durch die richtigen Wahlfächer auf Computergrafik zu spezialisieren. Im Berufsleben landete er dann in der Gameplay-Programmierung. Seit mehr als 10 Jahren arbeitet er nun für Ubisoft Blue Byte, das ist eines der bekanntesten Unternehmen der deutschen Computerspielbranche mit mehr als 600 Mitarbeitern an drei Standorten. Seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren ist Weusten „Senior Gameplay Programmer“. In dieser Funktion ist er am Spiel „Avatar: Frontiers of Pandora“ beteiligt; Ubisoft Blue Byte unterstützt dabei das schwedische Entwicklerstudio Massive Entertainment. In großen Videospielproduktionen ist es üblich, dass über den ganzen Globus verteilte Entwicklerstudios zusammenarbeiten.

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