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Die Karrierefrage : Macht Homeoffice eher depressiv?

  • -Aktualisiert am

Vor zwei Jahren wurde die erste Corona-Infektion in Deutschland bekannt. Seitdem arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Bild: dpa

Seit zwei Jahren arbeiten viele Menschen von zu Hause. Seit zwei Jahren sind auch Depressionen auf dem Vormarsch. Wie hängt das zusammen und wie erkennt man Betroffene?

          5 Min.

          Corona schlägt aufs Gemüt. Und das betrifft nicht nur den Alltag, sondern auch den Arbeitsplatz. Zwei von drei Menschen empfinden die Situation als bedrückend, ermittelte eine Umfrage der Deutschen Depressionshilfe unter 5283 Erwachsenen im September 2021. Für viele Berufstätige wird das Problem in jüngster Zeit nochmals schlimmer, weil sie wieder ins Homeoffice geschickt wurden. Jeder dritte Beschäftigte, lautet das Ergebnis einer weiteren Umfrage, sagte, dass sich die Arbeit im Homeoffice negativ auf sein psychisches Befinden ausgewirkt habe. „Das Homeoffice kann der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt und eine Depression ausbrechen lassen kann“, sagt Peter Falkai, Chef-Psychiater in der Ludwig-Maximilians-Uni in München. „Im Homeoffice verliert der Tag seine Struktur, das macht unsicher, kann unbewusst Angst auslösen und auf die Stimmung schlagen.“

          Vererbung lässt einen empfindlicher für eine Depression sein. Ob sie ausbricht, hängt davon ab, wie gut man mit psychischem Stress klarkommt, etwa mit Mobbing, Überforderung oder Enttäuschungen im Beruf oder einer schmerzhaften Trennung vom Partner. Hat der Betroffene das Gefühl, er sei machtlos und könne die äußeren Stressoren nicht mehr kontrollieren, überfordert dies seine psychischen Verarbeitungsmöglichkeiten, was die typischen Symptome einer Depression auslöst: Man fühlt sich länger als zwei Wochen niedergeschlagen, hat kein Interesse und keine Freude mehr an Tätigkeiten, die einem sonst Spaß machten, es fehlt Kraft und Energie, und man wird schnell müde.

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