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Weltbildungsbericht : Unesco lobt Integrationsbemühungen Deutschlands

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Willkommensklasse in Berlin Bild: Picture-Alliance

Wie viele Menschen haben Zugang zu hochwertiger Bildung? Das untersucht die Unesco einmal im Jahr. Diesmal werden die Bemühungen Deutschlands für Migranten hervorgehoben.

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          Der aktuelle Weltbildungsbericht lobt Deutschland für seinen Einsatz bei der Integration von Flüchtlingen und Migranten. Die Bundesrepublik fördere etwa die sprachliche Bildung in Kindertagesstätten mit zusätzlichen 800 Millionen Euro zwischen 2016 und 2020 überdurchschnittlich, heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Bericht der Weltkulturorganisation Unesco mit dem Titel „Migration, Flucht und Bildung: Brücken bauen statt Mauern“.

          Bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen sei Deutschland sogar richtungsweisend, teilte die UN-Bildungsorganisation mit. Beides führe dazu, dass sich die Chance auf Arbeit und höhere Löhne für Geflüchtete und Migranten erhöhe. Dennoch gebe es noch Verbesserungsbedarf bei der Chancengerechtigkeit. Weiterhin fehlten vielen Geflüchteten die notwendigen Sprachkenntnisse, und auch fehlende Qualifikationen seien noch immer ein Hindernis in der deutschen Arbeitswelt.

          Nach den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen sollen bis 2030 alle Menschen auf der Welt in den Genuss hochwertiger Bildung kommen. Mit ihrem Bericht prüft die Unesco jährlich, wie weit sich die Menschheit diesem Ziel genähert hat. Die weltweite Unesco-Präsentation fand zum ersten Mal in Deutschland statt.

          Noch immer werde Migranten, Flüchtlingen und ihren Kindern das Recht auf Bildung in vielen Ländern der Welt nicht hinreichend gewährt, heißt es. Die Autoren empfehlen unter anderem das gemeinsame Unterrichten von Schülern mit und ohne Migrationshintergrund.

          Laut Unesco sind über die Hälfte der weltweit geflüchteten Menschen unter 18 Jahre alt. Asylsuchende Kinder, die in Ländern wie Australien, Ungarn, Indonesien, Malaysia und Mexiko in Lagern leben, hätten jedoch nur eingeschränkten Zugang zu Bildung. Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch, burundische Flüchtlinge in Tansania, Karen-Flüchtlinge in Thailand und viele afghanische Flüchtlinge in Pakistan besuchten nur separate und zum Teil nicht anerkannte Schulen.

          In acht der zehn Länder mit den meisten Flüchtlingen gebe es jedoch auch deutliche Fortschritte bei ihrer Integration in die nationalen Bildungssysteme, darunter einkommensschwache Länder wie Tschad, Äthiopien und Uganda, stellte die Unesco weiter fest.

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